NOW - The Health Podcast by ALPHAtauern.

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The path to longevity.

Transkript

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00:00:00: viele beschäftigt eben, was hat mein Leben bedeutet.

00:00:03: Was habe ich für einen Unterschied gemacht?

00:00:05: Was lasse ich zurück?

00:00:06: Passiert uns allen und wir haben alle die Möglichkeit in irgendeiner Form unseren Umgang damit zu beeinflussen so selbst wenn es was Schlimmes ist.

00:00:16: Fühlt sich das gut an auf diesem Sterbebett zu liegen mit hoffentlich erst vierzig Jahren?

00:00:23: oder kriege ich Beklemmung weil ich das Gefühl hab Ich lebe nicht das Leben was ich leben sollte?

00:00:29: Der neue Gesundheits-Podcast aus Österreich, NOW!

00:00:32: Die HF Podcast bei Alphatowern.

00:00:35: Daniela und Bernhard Sebastian Lötzer suchen gemeinsam mit Expertinnen und Experten wöchentlich Antworten auf die Frage wie man ein gesundes, vitales und langes Leben führen kann.

00:00:47: Herzlich willkommen und viel Spaß beim Reinhören!

00:00:51: Was passiert mit uns wenn es passiert?

00:00:53: Das ist die Frage, die sich unser heutiger Gesprächsgast täglich stellt.

00:00:58: In Leben der Deftula und Journalistin dreht sich fast alles um den Tod.

00:01:03: Die Schwangerschaft mit ihrer zweiten Tochter erweckte in ihre eine Faszination für Lebenszyklen.

00:01:09: Zufällig fand sie ein Buch über Bestattungsrituale, das Wochenbett verbrachte Sie über den Todlesen.

00:01:16: Heute sechs Jahre später begleiten sie und ihr Team Menschen rund um die großen Übergänge des Lebens im Ahornspace am Berliner Hermannplatz einem Experimentier- und Kreativraum rund um das Thema Tod.

00:01:30: Herzlich willkommen in unserer neuen Folge, Charlotte Wiedemann!

00:01:35: Vielen Dank für das schöne Intro.

00:01:39: Danke

00:01:39: dass du dir die Zeit nimmst mit uns über doch ein sehr erstes Thema zu sprechen was aber unweigerlich zum Leben dazugehört.

00:01:49: vorweg mal die Frage Wie sieht denn für dich so ein entspanntes, freies Wochenende aus?

00:01:56: oder ein entspannter Freier Tag?

00:01:58: Wie kannst du Energie tanken?

00:02:03: Also wir hatten ja quasi fast erst Wochenende und in so einem Frühlingswochenende im Berlin ist auf jeden Fall eine feine Sache so ein bisschen aus der Stadt rauszukommen.

00:02:17: Und ich hab die Natur hier direkt vor der Haustür, was ganz schön ist.

00:02:20: Auch ein schöner Kontrast zum Hermannplatz, der so ziemlich das Gegenteil ist.

00:02:26: und einfach mit meiner Familie zusammen sein, tanzen gehen... ...und irgendwie so'n bisschen den Kopf ausschalten nach allem, was ich so erlebt habe.

00:02:36: Schön!

00:02:37: Also da kannst du dann sozusagen zu deinem Berufsalltag, wo's doch... auch mit Trauer verbunden ist, auch wieder ein bisschen den Kopf frei bekommen wenn man das so benennen darf.

00:02:49: Absolut

00:02:50: also ich glaube aber auch die Leute stellen sich das vielleicht nicht ganz richtig immer vor dass es halt immer so super schwer nur zugeht und wir die ganze Zeit weinen... Also ich weine auch sehr viel!

00:03:02: Ich habe heute bestimmt auch schon dreimal geweint Aber wir lachen auch ganz viel.

00:03:10: Jede Emotion ist gefühlt intensiv dadurch, dass man eben diese Thematik an sich ranlässt.

00:03:16: Insofern ist es Gott sei Dank nicht nur so, dass wir mit graves Stimme uns immer nur schlimme Sachen ins Ohr flüstern sondern das sind auch ganz viele andere sehr lebendige Dinge in einem Alltag.

00:03:29: Ja, okay.

00:03:29: Spannend.

00:03:30: Wirklich spannend.

00:03:31: Überhaupt,

00:03:32: dass mal drauf kommt während einer Schwangerschaft

00:03:36: oder ein

00:03:38: neues Leben entsteht...

00:03:48: Ja,

00:03:48: aber so die allermeisten Frauen mit denen ich spreche, die selbstmal schwanger waren können das eigentlich recht gut nachvollziehen.

00:03:58: Weil selbst wenn du nicht eine ganz existenzielle Erfahrung gemacht hast und sagen wir ehrlich also eigentlich ist eine Schwangerschaft und eine Geburt wenn es dazu kommt eigentlich immer eine existenzielle Erfahrung, bekommt sie in irgendeiner Form auch an deine körperlichen Grenzen ran.

00:04:13: Und die Allermeisten können sich da schon darin wiederfinden.

00:04:17: und diese Thematik, die beschäftigt uns als Frauen ja einfach von dem Moment an wo wir quasi in der Lage sind Leben zu empfangen und einen Menschen zu bauen.

00:04:28: Ja also das ist ja was... Also, egal wie man verhütet zum Beispiel mit der Anti-Babypille bist du ja auch schon ganz nah an dem Thema dran.

00:04:36: Lass ich das jetzt zu oder nicht?

00:04:38: Soll das leben oder nicht?

00:04:40: ne?

00:04:41: Dann ... also so viele Frauen die ich kenne haben vielleicht auch schon mal eine Schwangerschaft verloren irgendwie zwischendrin oder es ist oder haben vielleicht ein Schwangerschaffsabbruch gemacht.

00:04:54: Das Thema Tod ist so stark auch mit dem Thema Geburt verbunden.

00:04:59: Ich finde die beiden können fast nicht ohne einander stattfinden.

00:05:03: Und viele Hebammen sind ja zum Beispiel auch als Bestatterin ausgebildet, einfach weil eben Geburten nicht immer künftig ausgehen und insofern versuchen wir natürlich zu verdrängen aber es ist einfach ein großer Teil davon.

00:05:22: Und das hat dich dann dazu bewegt dass du die Ausbildung zur Deaf-Bruhler machst?

00:05:29: Genau!

00:05:31: Genau.

00:05:31: Also ich war sehr inspiriert davon, dass sich in dem Moment wo mir das passiert ist mit dieser Geburt und meiner zweiten Geburt da habe ich gedacht okay vielleicht überlebe ich es nicht und vielleicht überleb mein Kindes auch nicht und ich war dann in dieser Situation sehr gut begleitet.

00:05:52: also meine Hebamme war toll die Frauenärzten war toll Mein Mann überfordert, aber auch toll ist.

00:06:04: Und irgendwie dachte ich wow also Menschen die einen durch sowas durchbegleiten können und nicht reiß ausnehmen und sich nicht scheuen vor dieser Rohheit und diesen Körperflüssigkeiten und diesem großen Emotionen und irgendwie auf dieser Gefahr das was schiefgehen könnte und sich da mit allem was sie haben so rein geben in diese Situation.

00:06:27: Das hat mich wahnsinnig inspiriert und ich hab hinterher gedacht, so jemand möchte ich glaube auch sein.

00:06:31: Ich möchte jemand sein der nah dran ist an den großen Themen des Lebens und vielleicht auch für Menschen einen Unterschied machen kann in einer sehr herausfordernden Situation.

00:06:41: Und so kam das dann dass ich halt im Wochenbett wie eine verrückte recherchierte habe also erst mal sehr viel gelesen und hab dann eben Alua Arthur gefunden auf Instagram ganz klassisch, die eben Ausbildung anbietet.

00:06:56: Die ist in LA und damals, das war vor sieben Jahren, war eben gerade so eine Zeit wo das aufkam in Amerika und wo man so eine Online-Ausbildung machen konnte.

00:07:06: und dann habe ich eben angefangen mich damit mehr zu beschäftigen und zu gucken wie ich in Deutschland vielleicht praktischer Erfahrungen sammeln kann.

00:07:13: Und so kam das dann dazu genau.

00:07:18: Bedeutet jetzt genau interpretiert Dev-Duler Das englische Wort für Sterbebegleitung.

00:07:25: Oder was ist da jetzt genau die Definition?

00:07:28: Also Dula, das ist ja ein Wort, dass aus dem Altgriechischen kommt und so viel wie Amme heißt.

00:07:34: Und man sagt auch Hebamme- und Sterbeamme.

00:07:38: Es ist eine Begleiterin, die quasi nicht in das Leben hinein begleitet sondern aus dem Leben hinaus, in der Hebammer in die andere Richtung.

00:07:51: Also dieser Dula-Begriff ist Leuten auch immer mehr ein Begriff, aber eher aus der Geburtsbegleitung.

00:07:57: Und jetzt kommt es nach und nach eben für das andere Ende des Spektrums.

00:08:06: Wie kann man sich das jetzt vorstellen?

00:08:08: Wie begleitest du einen sterbenden Menschen um sein Umfeld, seine Familie?

00:08:16: Also es kann ganz, ganz unterschiedlich sein.

00:08:19: Also ich habe am Anfang meiner Ausbildung auch viel praktische Erfahrungen gesammelt gerade in Hospizen auf Palliativstationen also wo du einfach schaust was braucht der Mensch grade?

00:08:30: Braucht er überhaupt irgendwas?

00:08:32: wenn die wollen dann auch ihre Ruhe haben und finden sie eigentlich auch gerade gar nicht so praktisch oder passend dass du da gerade da bist.

00:08:39: also da musst du immer ein bisschen schauen was hinten hier eigentlich gerade die Bedürfnisse Was ist gerade noch möglich?

00:08:47: Haben die vielleicht irgendwas, was sie beschäftigt.

00:08:49: Irgend ein Konflikt in der Familie, der gelöst werden muss oder irgendwelche Erinnerungen, die vielleicht nochmal in eine Art von Ordnung gebracht werden müssen.

00:09:00: Also viele beschäftigt eben, was hat mein Leben bedeutet?

00:09:04: Was habe ich für einen Unterschied gemacht und das lasse ich zurück.

00:09:07: aber in vielen Situationen sind es halt auch ganz einfach körperliche Beschwerden die gelindert werden müssen, wo man natürlich auch nach und nach sich irgendwie so ein gewisses, so einen gewissen Portfolio aneignet.

00:09:18: Also wie man halt eben vielleicht eine kleine Linderung verschaffen kann in der Sterbebegleitung.

00:09:23: Und all diese Dinge habe ich am Anfang eben gelernt dadurch dass ich hospitiert habe in verschiedenen Institutionen und dann bin ich nach und Nach eben in die Bestattung eigentlich eher gerutscht und arbeite ja für ein großes Bestattungsunternehmen in Deutschland Und da ging es dann eher darum, wie gestalten wir eben so diesen Übergang zwischen Eintritt des Todes und Bestattung?

00:09:50: Wie können wir eben Rituale schaffen, Abschiednahmen ermöglichen.

00:09:55: Wie können Wir begleitete Versorgungen anbieten den Menschen auch das Gefühl geben und auch das Wissen geben dass sie sich selbst einbringen können dass das alles nicht mehr so hinter verschlossenen Türen stattfinden muss.

00:10:07: Und das ist dann eine sehr große Motivation von mir geworden und meiner Arbeit, in dieser Welt bin ich jetzt gerade zu Hause und ich begleite immer noch Familien oder Freundeskreise oder Angehörige auch viele Leute in meinem Freundes Kreis.

00:10:21: Aber ich mache nicht mehr dieses, dass sich eine Person über Wochen begleite.

00:10:25: Weil ich das in meinem Arbeitsalltag überhaupt nicht gewährleisten kann.

00:10:30: Also ich kann niemanden gerade versprechen, dass ich wirklich über Monate bereit stehe um dann im richtigen Moment auch da zu sein.

00:10:37: Das ist wie bei einer Hebamme auch wenn der Anruf kommt musst du los und da habe ich Gott sei Dank jetzt so ein Netzwerk von Leuten an die ich dann auch vermitteln kann in dem Moment wo sowas gefordert ist.

00:10:50: Also das konnt ihr wirklich dann über Woche oder Monate ziehen?

00:10:54: Klar, also... Das deutet sich manchmal an.

00:10:58: Ich hatte jetzt auch gerade im Freundes- und Bekanntenkreis wieder eine Person die sehr jung, eine sehr schlimme Diagnose bekommen hat Und die traten an mich heran.

00:11:11: Da ging es auch um das Thema emotionales Vermächtnis Auch kreatives Vermächten.

00:11:15: Wie kann man quasi da auch Wie kann man das hinbekommen mit dem Freundeskreis, das zu erfassen?

00:11:24: Was dieses Leben ausgemacht hat und dass dann auch in die Trauer mit einzubeziehen.

00:11:29: Das künstlerische Werk usw.

00:11:31: Wir dachten wir hätten Zeit, also zumindest ein paar Monate und dann war es innerhalb von wenigen Wochen soweit Und genauso kann es aber auch innerhalb von... Man denkt es ist bald vorbei.

00:11:45: Es gab zum Beispiel eine Begleitung bei meinem Vater, der Palliativmediziner ist.

00:11:50: Bildhauer und da hat einer mit einer sehr schlechten Prognose ein Kreispatient mit ihm zusammen seinen Grabstein gehauen und das Ganze sollte dokumentiert werden und alle hatten sich auf Wochen oder Monate eingestellt und er hat dann noch dreieinhalb Jahre gelebt also vielleicht sogar auch beeinflusst davon dass er neue Tätigkeit gefunden hat, wieder ein anderes Mindset bekommen hat.

00:12:18: Irgendwie wieder Freude empfunden hat oder so... Man weiß es nicht genau?

00:12:22: Aber das ist so schwer vorhersehbar ganz oft und da muss man halt irgendwie sich dem Rhythmus der Natur natürlich auch einfach unterwerfen und das lässt sich super schwer dann einplanen wenn man einen anderen Arbeitsalltag langsam hat wie in meinem Fall und deswegen versuche ich eben dann Leute anzurufen die flexibler sind in der Begleitung.

00:12:43: jetzt ich im Moment.

00:12:44: Um machen, dein Team sind die dann... Wie kommen Sie das?

00:12:48: In dem Ahorn Space vorstellen, sind sie dann frei beruflich oder nehmen wir ruflich bei dir?

00:12:53: Genau also ich hatte einen Team von festen Leuten.

00:12:57: da sind auch Trauer- und Sterbelbegleitende zum Beispiel dabei Und die helfen mir bei allen Veranstaltungen, die wir machen.

00:13:03: Wir machen hier ganz viele Zum Beispiel Informationsveranstaltung Workshops wo man eben erlernen kann wie man zb jemanden zu Hause aufbauen kann oder beim Sterben begleiten kann.

00:13:15: Es geht aber auch ganz viel um das Thema Rituale, oder kreativen Ausdruck finden.

00:13:19: Man kann seine eigene Urne töpfern, man kann eine Todesmeditation machen und sagen bemalen.

00:13:25: Und dafür habe ich quasi ein festes Team.

00:13:28: was es mit mir macht ist klein, Kräftig, würde ich sagen.

00:13:35: Und die anderen in diesem freien Begleitungsnetzwerk können wir zusätzlich aktivieren.

00:13:41: wenn wir zum Beispiel jemanden haben der sagt hey ich bereite mich auf den Verlust meiner Mutter vor und dies vielleicht sogar auch noch Demenz erkrankt und ich bin gerade überfordert und ich brauche hier gerade wirklich eine Begleitung über ein paar Wochen für mich und meine Familie dann können wir an jemandem dann quasi auslagern Todesmeditation genannt.

00:14:05: Was ist das?

00:14:08: Ich kann mal

00:14:11: null darunter vorstellen!

00:14:15: Wir haben tatsächlich eine Todes-Meditation bei uns auf der Website, die können wir auch vielleicht in die Show Notes packen und da kann man sich das zu Hause anhören.

00:14:23: also ich habe verschiedene Todes Meditations geschrieben.

00:14:26: In meinem Buch ist übrigens auch einer mit einem QR Code eingesprochen Und da wird man quasi auf so eine innere Reise eingeladen, um bestimmte Themen mal an sich ran zu lassen.

00:14:37: Also dass man eben sich in ne bequeme Haltung bringt und dann die Atmung bewusster macht und sich wirklich irgendwie mit seinem Körper und seiner Seele immer auf den Gedanken einlässt, das man sterben wird... Das ist ja ein Fakt!

00:14:53: Wir kommen hier alle nicht Leben draus.

00:14:57: Das ist eine heilsame Vorstellung.

00:15:01: Nach dem ersten Beschrecken, sich das ein bisschen näher zu holen und zu schauen wovor habe ich eigentlich genau Angst?

00:15:08: Also hab' ich Angst vor dem Sterbevorgang, hab' Ich Angst davor Schmerzen zu haben.

00:15:13: Hier ist meine große Angst dass ich die Menschen, die ich liebe zurücklassen muss, dass ich da alleine durch muss... spirituell zu sein, glaube ich.

00:15:23: Aber in dem Moment wo es passiert dann wird's doch zappendusse und nichts passiert.

00:15:27: Es gibt so unterschiedliche Ängste vor dem Sterben und ich empfinde das als eine sehr heilsame Meditation, sich genauer vorzustellen.

00:15:39: worum gehts mir eigentlich?

00:15:41: Und wenn man die Ängsten bewusst auf den Schirm hat kann man sich auch anders verhalten Dinge anders angehen.

00:15:48: Also sagen wir mal, du hast festgestellt beim Nachdenken okay meine große Angst ist dass ich aus dem Leben scheide ohne irgendwie X gesagt zu haben das ich verliebt in ihm bin.

00:15:59: ja jetzt noch ein blödes plumpes Beispiel.

00:16:01: aber es kann ja sein also viele Leute auf einem Sterbebett sagen hätte ich mal Hätte ich mal diesem einen Schulfreund von damals gesagt, dass er eigentlich derjenige war?

00:16:11: Oder hätte ich den Konflikt mit meinem Vater noch aus dem Weg geräumt.

00:16:15: Jetzt kann ich das nicht mehr.

00:16:17: Und darum geht es uns so ein bisschen ... Aus solchen Meditationen und Übungen rauszukommen und zu sagen, nee, ich rufe den jetzt an!

00:16:25: Ich trete mich mach' das jetzt und dann kann ich vielleicht ein bisschen friedlicher gehen wenn's soweit ist.

00:16:30: Und ich hab vielleicht im Leben auch schon was davon.

00:16:33: sozusagen ein bisschen Erleuchtung bekommt.

00:16:37: Ich habe da jetzt mehrere Fragen, was du gesagt hast.

00:16:42: aber damit wir jetzt nicht den Fahren verlieren es ist ja natürlich so der Tod wird ja immer sehr düster dargestellt finster egal ob es in Filmen ist also die Vorstellung grundsätzlich des Todes fürchterlich.

00:17:00: Also der Senzenmann, das Düstere die Ermordung des Schreckliches, das Schlimme.

00:17:07: Jetzt werden sich natürlich viele fragen naja was ist denn schon gut dabei?

00:17:14: Ja mein Schwester nicht!

00:17:15: Wir haben auch ein bisschen erfahren.

00:17:16: wir haben unsere Eltern beide verloren und beide waren schwer krank.

00:17:23: Krebskranken haben zwei Jahre gekämpft wirklich gekämmt Und im Grunde genommen, das einzige Positive war die Erlösung vom Schmerz.

00:17:34: Dann sagt okay was kann ich jetzt noch wirklich... Also was man im Kopf blieb mit unserer Mutter damals, die Psychologin hat gesagt irgendwann hat der Mensch auch das Recht zu gehen.

00:17:48: Weil sie hat beide unsere Eltern haben über die zwei Jahre unendlich viel Therapien gemacht in unterschiedlichsten Formen und Wie auch immer, eine topmedizinische Versorgung für die Zeit damals.

00:18:03: Aber unsere Mutter ist schon ein bisschen länger her und es hat halt dann nicht funktioniert.

00:18:08: Man hat gesehen wie die Menschen leiden, wie sie ihnen schlecht gehen.

00:18:11: Man merkt die Veränderungen psychisch, physisch schrecklich.

00:18:17: Da muss man eigentlich sagen das einzige Positive war die Erlösung.

00:18:21: Das verstehe

00:18:22: ich.

00:18:23: Vielleicht bei euch ein bisschen der Vorteil, wenn ich dir das so zuhör, dass man jetzt den Tod... Ich weiß nicht ob ich mich richtig ausdrücke.

00:18:30: Ich würde es nicht sagen relativiert aber vielleicht ein bisschen mehr Farbe schenkt und sagt okay, das gehört nun mal dazu.

00:18:37: Wir alle wissen jetzt nicht was passiert nachher.

00:18:39: Würden wir wissen, als wir ins Paradies kommen würden sie jeder von tot freuen?

00:18:44: Ja!

00:18:44: Wir wissen's nicht.

00:18:46: Aber damit umzugehen ist wirklich... Ganz, ganz super.

00:18:50: Wir haben jetzt zur Sterbebegleitung nicht gehabt.

00:18:53: aber wenn man sich jetzt zurück denkt ich finde das wirklich ganz toll.

00:18:59: Aber wie kann man?

00:19:02: Wenn es der Tod wie du sagst ist so unterschiedlich passiert er plötzlich?

00:19:06: wird man aus dem Leben gerissen durch einen Umfall oder ist mein krank dann kann sich ja dass umfällt die Familie bisschen darauf einstellt und man hört, aha die Therapien gehen zu Ende.

00:19:16: Austherapie dauert nicht mehr lange.

00:19:19: Man haut eine Zeitfenster aber es gibt ja auch den Tod durch Umfall wo man sich in der Früh verabschiedet und dann mit Schnee mehr sieht.

00:19:27: Absolut!

00:19:29: Und das möchte ich auf keinen Fall relativieren wie du sagst und auch nicht beschönigen weil in meiner Arbeit also hab jetzt seit sieben Jahren mit Menschen zu tun, denen teilweise eben auch schreckliche Dinge passieren.

00:19:43: Und die auch durch traumatische Verluste gehen.

00:19:46: und beschönigen und relativieren will ich das auf keinen Fall.

00:19:49: Ich weiß aus erster und zweiter Hand wie einen das rauskatapultieren kann aus dem Leben und ... Wie wenig Sinn man in so was dann im Moment sieht?

00:20:03: Das will ich überhaupt nicht absprechen!

00:20:05: Ich glaube nur dass Also in dem Moment, wo dir so was noch nicht passiert ist und dir aber rein statistisch und natürlicherweise einfach noch einige Verluste bevorstehen kannst du dich mit einigen Dingen schon mal auseinandersetzen die es dir vielleicht leichter machen.

00:20:25: In dem Moment wo's akut ist dich zu verhalten und Entscheidungen treffen und vielleicht auch schon Netzwerk an deiner Seite zu haben auf das du zurückgreifen kannst.

00:20:34: Und diesen Zugang würde ich gerne schöner gestalten und nicht so abschreckend.

00:20:39: Dass ich den Menschen zeige, hier schau mal es gibt Ressourcen auf die du zurückgreifen kannst.

00:20:44: Du kannst dich zum Beispiel weiterbilden.

00:20:47: also sagen wir mal du bereitet sich auch auf einen schweren Verlust durch eine Krebserkrankung vor.

00:20:52: dann gibt es Leute die dir helfen können zu besprechen, wie soll das in dem Moment aussehen?

00:20:59: Möchtest du vielleicht nach dem Eintritt des Todes die Personen aus dem Krankenhaus noch mal nach Hause holen und dort aufbahnen.

00:21:06: Und da nochmal Abschied nehmen, dass es nicht alles in diesem kalten Krankenhauskontext stattfinden muss.

00:21:12: Habt ihr vielleicht nochmal einen Bedürfnis irgendwie, eure engsten Menschen einzuladen, nochmal Erinnerungen auszutauschen... Wie soll möchtet ihr eine Zeremonie machen oder habt ihr dafür gar keine Kraft mehr, aber einfach mal so Gedanken-Experimente zu machen.

00:21:27: Dass man nicht alles innerhalb dieser gefühlten Woche die man dann hat wo es denn wirklich passiert ist und man eh schon völlig fertig ist von dieser Zeit durch die man gegangen ist.

00:21:40: Dann eben zum allerersten Mal über Dinge nachdenkt wie was machen wir jetzt eigentlich?

00:21:45: Welche Bestattung wollen wir überhaupt?

00:21:47: Von welchem Geld bezahlen wir das Wer so eingeladen werden und wer nicht.

00:21:52: Und also ich möchte gerne quasi, wieso unsere Bildung zu dem Thema erhöhen?

00:21:58: Dass wir nicht in dem letzten Moment wo wir es gebrauchen können damit anfangen müssen.

00:22:03: So!

00:22:05: Wenn das glaube ich Teil von unserem Alltag wird und von Medien und vielleicht auch von Schulbildung irgendwann und so dann kann ich halt irgendwie mich ein bisschen selbstbewusster bewegen.

00:22:16: Ich weiß welchen Gestaltungsspielraum ich habe Und ich weiß, was ich darf.

00:22:21: Viele Leute denken mir auch, ich lade gar nix!

00:22:23: Ich muss alles mit den Institutionen klären.

00:22:26: Das darf nur der Bestatter, das darf nur die Person und das würde ich gerne ändern.

00:22:31: Und ich glaube, dass kriegen wir nicht hin, indem wir den Tod immer nur als Sensenmann darstellen sondern wir müssen den als etwas Natürliches in unserem Leben begreifen und dass das eben nichts ist, erwischt, weil wir was Böses gemacht haben oder so, sondern es passiert uns allen und wir haben alle die Möglichkeit in irgendeiner Form unseren Umgang damit zu beeinflussen.

00:22:58: So selbst wenn's was Schlimmes ist Und das habe ich halt einfach in meinem Alltag schon so oft gesehen dass sogar wenn etwas Unvorstellbares passiert ist wie zum Beispiel Das Kind stirbt bei der Geburt und die Mutter begeht danach Suizid ja Wenn du sowas begleitest, dann denkst du auch so das wollen wir denn damit jetzt machen.

00:23:17: Wie können wir da jetzt irgendwie helfen und besser machen?

00:23:20: Und dann merkst du aber wenn dieser Vater der übrig geblieben ist sozusagen, dann sich selbst einbringt verabschiedet, wäscht, kleidet, Rituale findet vielleicht sogar den Sackzimmert, dann merkste okay, sogar in dieser Situation ist ein Umgang möglich der trotz einem Schrecklichen das vielleicht eine Spur persönlicher macht, so dass du das hinterher besser verarbeiten kannst.

00:23:50: Aber ich möchte niemandem absprechen, dass Verluste schlimm sind und dass der Tod wirklich grausam sein kann.

00:23:57: Das ist ein schöner Rituale!

00:23:58: Ich hab' es auch nicht klarst, dass du selber zum Beispiel den Sackmann machen konzentriert bist oder so, aber es ist eine schöne Vorstellung, wenn du sagst, okay, mach ihn jetzt selber oder die Urne selber töpfern kannst, oder so.

00:24:10: Das hab ich zum Beispiel gar nicht gewohnt, dass du das gehst überhaupt.

00:24:14: Genau und da kannst du dich ja begleiten lassen.

00:24:17: wenn du selbst gar nicht die Kraft hast in dem Moment und du weißt schon, da gibt's jemanden der das macht dann kannst du Dich begleite lassen und dir eben selber Ausdruck verschaffen darüber.

00:24:29: Schöne Gedanke!

00:24:30: Nun jetzt die spannende Frage Wenn jetzt gibt es ja auch oftmals der Fall, dass ein Sterbender zu dir kommt, der dann sagt okay ich habe jetzt der Zeitfenster bekommen von XY und möchte mit euch den Weg zur Ende geben.

00:24:53: Ja das haben wir schon.

00:24:55: Und ich kann mir vorstellen, dass das sehr unterschiedlich ist.

00:25:00: also wie da auch die Vorstellungen sind?

00:25:04: Was sind da so die meisten oder was ist das meiste, was sich die Menschen in ihren letzten Tagenwochen wünschen?

00:25:14: Werbung.

00:25:15: Biogenaprodukte zeichnen sich durch qualitativ hochwertige Rohstoffe, reine Substanzen, strenge Kontrollen und intensive Forschungsarbeit des Biogener Wissenschaftsteams aus.

00:25:26: Diese Präparate sind sehr gut verträglich.

00:25:29: auch bei langfristiger Verwendung gewährlassen sie eine hohe Bioverflügbarkeit der Wirkstoffe.

00:26:00: Ja, es sind schon noch mal so diese... Zusammenkünfte mit wichtigen Personen, die eine Rolle spielen.

00:26:09: Also nochmal Gespräche, die stattfinden müssen, damit gefühlt irgendwie auch so ein Teil losgelassen werden kann.

00:26:17: Viele wünschen sich so eine Art Moderation von solchen Zusammenkünden.

00:26:22: Auch um aus familiären Dynamiken vielleicht auch rauszukommen.

00:26:27: Wenn Konflikt vielleicht auch im Raum steht oder wenn man sich das allein nicht zutraut weil es irgendwie Ja, weil es einem eben so bevorsteht dieses Gespräch zu führen.

00:26:39: Genach emotional ist oder immer das ja auch...

00:26:43: Ja total!

00:26:47: Und dann eben auch so Dinge wie was möchte ich?

00:26:52: also wie kann ich meine Dinge ordnen?

00:26:55: Also wie kann nicht irgendwie das was ich habe auch sinnig übergeben Wer soll was bekommen und was sollen die Botschaften sein, die ich eben auch hinterlassen möchte?

00:27:06: Zum Beispiel auch wenn ich jetzt Kinder habe, die noch nicht so alt sind.

00:27:10: Möchte ich irgendwie Dinge hinterlassen für ihren achtzehnten Geburtstag oder wenn sie mal heiraten oder solche Dinge begegnet uns auch öfter?

00:27:23: Also sowas kann ich für die Nachwelt hinterlassen, dass ich eben weiterhin eine Rolle spiele, auch wenn Und dann natürlich schon auch so.

00:27:34: dieses ganze Thema Selbstbestimmung am liebensende wird auch irgendwie immer stärker.

00:27:38: Also wie kann ich vielleicht auch das mit beeinflussen, dass sich auf eine würdevolle Art und Weise gehe?

00:27:46: Dazu erreichen uns auch immer mehr Fragen und Vorstellungen und es ist natürlich in Deutschland immer noch ein sehr heikes Thema also.

00:27:55: Aber eben zumindest diese Gespräche führen zu dürfen, finde ich ist schon mal ein großer Schritt.

00:28:00: Also dass man damit nicht alleine ist Ja und dann schon auch irgendwie so dieses Thema gerade von allein stehenden Personen.

00:28:11: Wie kann ich denn sicher gehen das die Dinge auch in meinem Sinne umgesetzt werden?

00:28:15: also wer Wer soll davon eigentlich erfahren?

00:28:19: Und wie kann ich sorge tragen dass In meinem sinne gehandelt wird und es nicht einfach vergessen wird?

00:28:28: Also es sind sehr vielfältige Themen, würde ich sagen.

00:28:32: Und man merkt schon wenn Menschen da sind die in einem akuteren Prozess sind und die vielleicht wirklich nur noch wenig Zeit haben und die teilweise auch noch zu unseren Veranstaltungen kommen einfach weil sie interessiert oder sie die Gemeinschaft schätzen ist das schon eine sehr andere Stimmung im Rauch also dadurch dass man weiß die Prioritäten verändern sich so sehr, ob man jetzt ein Jahr einen Monat oder einen Tag hat.

00:29:03: Wenn du einen Jahr hast und das sicher war ist dann wirst du vielleicht noch mal paar Dinge regeln und wirst nochmal andere Dinge machen als wenn du nur noch einen Monatt hast und vielleicht denn nun nochmal ans Meer fährst und alle deine Lieben noch einmal versammelst oder einfach nur... Oder am letzten Tag vielleicht einfach nur noch in Ruhe zu Hause sein möchtest oder so.

00:29:25: Also das ist... Ich finde, dass kreiert so eine andere Dringlichkeit für alle die mit im Raum sind.

00:29:32: Sich zu überlegen wie wäre es bei mir und wie kann ich mich darauf vorbereiten?

00:29:37: Und was mache ich vielleicht auch jetzt gerade?

00:29:40: Was überhaupt nichts mit meinen Prioritäten in dem Leben zu tun hat!

00:29:44: Wie kann ich das vielleicht auch angleichen, dass ich dann noch genügend Zeit habe, das Leben zu leben, was ich auch leben will?

00:29:52: Das ist jetzt ein Punkt wo ich einhaken möchte.

00:29:55: Was ist das deiner eurer Erfahrung?

00:29:58: raus des häufigsten, was die Sterben sagen?

00:30:04: Was sie gerne getan hätten.

00:30:07: Verpasste Träume, fehlentscheidungen oder Wünsche wo man sagt so und jetzt kann ich nicht mehr aber hätte ich nach dem Motto dem Schulfreund meine Liebe gestanden... Kurzer Zusammenhang.

00:30:22: Wir haben auch unser Großmutter verloren, die war Dement ist im Altersheim gewesen und da haben wir damals auch die Pflegerinnen und Pflegger gefragt was denn so?

00:30:30: die größten Sorgen der Menschen sind jetzt nicht auf den Menschstationen sondern auf den anderen Stationen Und da war ich schon selber raschen und man bekommt dann an völlig anderen Blick auf das Leben.

00:30:41: Ja total Was

00:30:42: ist eure Erfahrung?

00:30:43: Was sind so die verpassten Träume oder viele Entscheidungen?

00:30:49: ja also Ich glaube, dass was ich am häufigsten höre ist.

00:30:54: Hätte ich mal weniger drauf gegeben, was die anderen denken.

00:30:59: Ja das ist glaub' ich so... Und das ist auch etwas, was ich mir selber sehr hinter die Ohren schreiben muss weil es ist so... Was is wirklich das, was du in deinem Innersten vom Leben möchtest?

00:31:13: Das ist so schwierig sich davon unabhängig zu machen was die Anderen für Erwartungen an einen haben und Der hat das ja unterteilt in zwei Geister, die man in sich trägt.

00:31:29: Einmal dieser innere Tiefegeist und einmal dieser Geist der Zeit, wie er es genannt hat, wo man versucht was darzustellen, irgendwie in den Augen der Eltern ein erfolgreiches Leben zu führen... für den Partner attraktiv zu bleiben, eine gute Mutter zu sein, erfolgreich im Job zu sein und so weiter.

00:31:52: Und das sind natürlich auch alles total... Das sind verständliche Ziele die einen bestimmt auch teilweise glücklich machen.

00:32:03: aber was willst du als Seelenwesen wirklich in deinem Leben so?

00:32:08: Was macht dich glücklich?

00:32:10: Wo hast du Deine größte Zufriedenheit und dein, dein Flow.

00:32:17: Und darauf halt mehr zu hören glaube ich weil das ist das was dir vielleicht am Ende des Lebens dann auch das Gefühl gibt von dieses Leben hast du gut gelebt ne?

00:32:27: Ja

00:32:29: Das ist schon... Ich finde auch wenn du jetzt Am ende deiner Zeit angekommen bist und dein Leben reflektierst wär es doch unglaublich schön und wünschenswert dass du sagst okay Ich würde dieses Leben noch mal leben.

00:32:45: Anstatt zu sagen, ach Mensch!

00:32:48: Hätte ich doch, hätte ich doch.

00:32:49: Wir haben nur einen wunderbaren Podcast schon einmal gehabt wo eine Dame mit glaube ich vierzig war sie nochmal ein Medizinstudium gemacht hat und

00:32:58: ihr Umkreis

00:32:59: gesagt hat Familie hey du bist vierzig was soll das jetzt?

00:33:03: Und dann hat sie mit sechsundfünfzig aus einem Podcast gemacht und er gesagt jetzt arbeite ich fast zehn Jahre in dem Beruf schon Ende Fünfzig muss noch zehn Jahre.

00:33:16: Das finde ich so toll, dass man wirklich irgendwie Reiß aus dem Leben nimmt und sagt, zack, jetzt bin nicht dran!

00:33:23: Und nicht sagen, als bin ich schon vierzig, was finde ich jetzt nochmal?

00:33:26: Ja absolut!

00:33:26: Meine Mutter ist auch dies mit Sechzig Drehbuchautorin geworden und hat da eigentlich ihre wahre Berufung nochmal gefunden.

00:33:33: also unterschreibe ich total.

00:33:36: Ich glaube das ist ja wichtig, dass wir dann am Ende auch sagen können okay ihr habt es richtig gemacht Was die anderen gesagt haben und wieder rüber geredet werden.

00:33:50: Ja, oftmals das.

00:33:51: Da ist Leben eh schon!

00:33:54: Und dann fangen... Man hört immer wieder... Ja, und dann fang'n die Bewegchen an, wenn man alt wird.

00:34:02: Das ist immer so Freude nicht aufs Altwerden, da fangen die Bewegche an.

00:34:07: Mein Kollege sagt immer, es gibt ja diesen Begriff der Midlife Crisis zum Lebensmitte.

00:34:14: Und mein Kollege sagt, das ist die Midlife Chance!

00:34:18: Also du hast quasi zur Mitte des Lebens nochmal die Chance wirklich und auch später aber dieses Bilanz-Team.

00:34:25: Das wirklich zu machen fällt aktuell die Bilanz deines Lebens positiv aus?

00:34:31: möchtest du so weitermachen?

00:34:32: und kannst du, wenn du das Leben vom Ende denkst also dich auf deinem Sterbebett quasi siehst.

00:34:38: Kannst du dann sagen so ja dass es gut gelaufen trotz aller Höhen und Tiefen bin ich damit d'accord und kann nicht so friedlich gehen oder musst du noch mal was austarieren und wirklich eine große Veränderung vornehmen?

00:34:52: Und das kann man zum Beispiel durch eine Todesmeditation in meinen Augen machen dieses Bilanz ziehen, dass man merkt Fühlt sich das gut an, auf diesem Sterbebett zu liegen.

00:35:03: In hoffentlich erst vierzig Jahren oder kriege ich Beklemmung?

00:35:07: Weil ich das Gefühl habe, ich lebe nicht das Leben was ich leben sollte.

00:35:11: Ja

00:35:12: genau.

00:35:14: Ich kann mir das wunderbar vorstellen.

00:35:16: also das ist... Du hast

00:35:17: es am Sterbebet zu legen dass

00:35:21: du denkst... Also schon denke oft so an wenn ich dann vielleicht hoffentlich alt bin und dann zurückdenke.

00:35:31: Aber das kann auch Tiefenhörer vorrufen, weil da denkt man sich, oh Mann!

00:35:39: Der gehört unglaublich viel Mut dazu zu tun.

00:35:41: Auch zu sagen jetzt mache ich das.

00:35:46: Das sind schon Entscheidungen.

00:35:47: Es ist wirklich nicht einfach aber ich finde es super mit den Todesmeditationen.

00:35:53: Also das ist sicher eine wahnsinnig große Hilfe

00:35:57: Aber es ist auch eine... Im Buch steht da irgendwas drinnen über Rituale und Übungen, was man machen kann.

00:36:06: Welche Rituellen?

00:36:12: Ja also wir waren jetzt eigentlich gedanklich schon so auf dem Weg dahin.

00:36:16: Also man kann zum Beispiel oder zeichnen oder was auch immer man für ein Typ ist.

00:36:25: Es hilft wirklich sich die Dinge zu vergegenwärtigen.

00:36:29: Wenn man jetzt zum Beispiel sagt, was würde ich tun wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?

00:36:33: Was würd' ich tun, wenn nicht nur noch einen Monat hätte.

00:36:35: Einen Tag!

00:36:37: Dann schaust du an wie sich wirklich deine Prioritäten verschieben verändern oder du kannst dir sagen, wie würde der Tag aussehen?

00:36:47: Kannst du auch ein Bild malen also von deinem idealen.

00:36:49: letzten Tag wäre das irgendwie am Meer und du hörst so in der Ferne vielleicht Geschirrklappern und irgendwie leise Musik.

00:36:57: Und du hast alle deine Freunde oder Familie, oder würdest du ganz alleine sein?

00:37:01: Oder mit deinem Tier oder was auch immer?

00:37:04: Und so einfach ein körperliches Gefühl dafür entwickeln und zu schauen... Was müsste sein damit dieser Ort sich für mich tröstlich anfühlt, dass ich gut Abschied nehmen kann?

00:37:17: Wer wäre da?

00:37:18: Wer würde um mich herumstehen?

00:37:20: und diese Namen auch aufschreiben.

00:37:22: Und vielleicht auch auf schreiben, was hättest du diesen Leuten zu sagen?

00:37:25: Wofür bist du ihnen dankbar?

00:37:28: Wie haben sie dich geprägt?

00:37:30: Was waren die Konflikte, die du mit ihnen hattest?

00:37:32: Gibt es vielleicht einen großen Konflikt, den du noch zu klären hättetst damit Sie da sein können?

00:37:37: oder würdest du sie eigentlich eher ausladen gefühlt?

00:37:42: Das hilft dir so ein bisschen deinen Blick zu schärfen für für diese Dinge am Lebensende aus seiner aktuellen Perspektive und das kannst du durch ganz einfache Übungen eigentlich so kultivieren.

00:37:56: Und das kann man zum Beispiel nach einer Meditation gut machen, wenn man eh schon in diesem Mindset ist.

00:38:00: einfach ein paar Sachen aufschreiben und dann auch gucken wie sich das über die Jahre verändert hilft dir sehr hinterher deine Dinge entsprechend vorzubereiten.

00:38:12: Ich glaube, ich war da jetzt total überfordert.

00:38:18: Man muss zur ersten Meditation

00:38:22: waren.

00:38:24: Also ich bin schon völlig in meinen Gedanken versuchten gewesen und ich wollte gerade schon abwesen.

00:38:33: Ich kann auch so ein konkretes Beispiel mal sagen... Zu Corona, da waren ... Wir haben in Italien gewohnt und ich war sehr abgeschnitten von meiner Familie und meinen Freunden in Berlin.

00:38:46: Und ich hab so eine Todesmeditation gemacht in der Zeit.

00:38:51: Und hab durch verschiedene Sachen versucht mich davorzubereiten, erst mal ein paar Dinge liebewohl zu sagen und auch mein Beziehungen im Leben

00:39:00: usw.,

00:39:00: dann habe ich meine Abschiedsrede geschrieben.

00:39:04: Also, das habe ich mit einer Freundin zusammengemacht.

00:39:07: Wir haben das beide gemacht und haben uns das auch gegenseitig vorgelesen was wirklich relativ... Das war sehr effektiv, dass zu hören so, ne?

00:39:16: Weil man dann nochmal anders in diesen Moment reinkommt.

00:39:19: Und ich hab einfach gemerkt natürlich auch geprägt von diesem Heimweh und Vermissungen irgendwie so In der Zeit Was mir eben diese Menschen bedeuten.

00:39:28: und Danach habe ich dann wirklich auch gedacht sowieso warte ich denn jetzt bis ich tot bin, und die das vielleicht nie erfahren.

00:39:37: Und dann habe ich in der Woche nach der Meditation die angerufen und hab denen gesagt, dass ich das gemacht habe und was sie mir bedeuten.

00:39:44: Davon habe ich eine unglaubliche Leichtigkeit gehabt für zwei drei Wochen wo ich mich wirklich unglaublich befreit gefühlt habe von diesem Gefühl von... Also ich habe mich wirklich gefühelt ne Zeit lang als könnte ich in Frieden gehen weil ich alles Wichtige gesagt hatte.

00:40:04: Das fühlt sich vielleicht erst mal ein bisschen absurd an der Gedanke, aber je mehr man das macht oder je ernsthafter man sich einmal in so eine Situation reinbegibt umso natürlich erwirkt ist und umso schöner sind die Effekte auf das Leben.

00:40:18: Also ich kann es wirklich nur empfehlen!

00:40:21: Ja, auf jeden Fall!

00:40:29: Wow ja, es sind schon ganz große Themen dieses Lebens...

00:40:35: Da denkt man überhaupt nicht dran.

00:40:37: Ja, natürlich!

00:40:38: Weil man denkt, da kommt in die Schule dann Ausbildung was mache ich für einen Beruf oder gehe studieren?

00:40:44: Dann muss er das fertig machen und es gibt nur selbst einen Führerschein und zack und dann den Beruf machen und Karriere machen und Geld verdienen und Familie kriegen und Kinder und irgendwann... Man hat ja gar keine Zeit über sowas nachzudenken.

00:40:57: Aber das sind wirklich große Fragen des Lebens, die man sich schon früh stellen sollte um sein Leben so zu gestalten.

00:41:05: Was ich jetzt sagen will, wir waren nicht bewusst dass es Meditation darüber gibt das man Rituale machen kann Übungen.

00:41:11: Das war mir nicht bewusst.

00:41:13: Ich hoffe, dass die ganz viele anhören was sie wissen.

00:41:21: okay ich bin jetzt in so einer Situation oder ich habe jetzt sowas in der Familie und wie auch immer und kann da etwas mitnehmen heraus oder sich auch das Buch kaufen oder wie auch Absolut.

00:41:32: Das weiß man eigentlich nicht,

00:41:36: aber das

00:41:38: ist... für mich war es echt unwissig.

00:41:41: Wenn man jetzt annimmt okay, jetzt ist derjenige verstorben wie arbeitest du dann mit den Angehörigen damit?

00:41:50: Wie sagt man?

00:41:51: Der Tod leichter verstanden wird oder vielleicht akzeptiert wird?

00:41:59: Also, auch da gibt's natürlich jetzt irgendwie so nicht den einen Weg.

00:42:02: Den einen hilft es total die Person noch mal zu sehen für die anderen kommt das gar nicht in Frage.

00:42:08: also Für mich ist es immer ganz wichtig dass die Leute einfach auf ihre eigenen Instinkte hören dürfen und Nicht bevormundet werden von irgendeiner Vorstellung.

00:42:17: So

00:42:18: ein Schema A genau

00:42:20: Und das ist in unserer Branche leider zu oft der Fall Dass die Menschen irgendwie einen Ansatz haben und er muss dann für alle passen Und ich finde, das ist einfach super individuell.

00:42:31: Meistens hat man schon das richtige Bauchgefühl was einem jetzt gut tut oder nicht und dann muss sich bloß danach verhalten dürfen.

00:42:41: Was ich halt auf jeden Fall immer gerne mache, ist dass wenn wir... Wenn etwas passiert ist und wir eben dazugeholt werden, dass wir dann wirklich fragen wobei möchtest du dabei sein?

00:42:52: Und auch sagen was genau passiert Und welche Schritte da sind, wo man sich selbst beteiligen kann.

00:43:01: Weil das ist ein großes Problem zumindest in Deutschland, dass man diese Fragen gar nicht gestellt bekommt.

00:43:07: Es wird einem nicht gesagt du kannst bei der Versorgung dabei sein und so weiter.

00:43:11: Ich hatte im Nachhinein beim meiner Roma das zum Beispiel total gerne gemacht aber ich wusste es nicht, dass das passiert.

00:43:18: Das ist eine ganz große Motivation von mir, dass ich den Leuten das wissen geben möchte und ihnen dann freistellen will was sie machen wollen und das dann mit ihnen gemeinsam eben umsetze.

00:43:28: Und ob das jetzt irgendwie so noch mal eine Aufbarung zu Hause ist oder eine begleitete Versorgung bei uns im Bestattungsunternehmen, oder ob es ein Trauerritual ist mit Freunden bei uns in Space oder in der Natur – Das kann super unterschiedlich sein!

00:43:43: Es kann auch einfach nur eine stille Andacht für einer Leine sein ohne großes Primerium drüber rum, aber einfach dass man das Gefühl hat... Man hat jetzt einen Moment gehabt, wo man es wirklich an sich renn lassen konnte unter den Bedingungen die einem gut tun.

00:44:00: Das Abschied nehmen das haben wir auch gehabt.

00:44:03: also bei unserer Mutter war's so da waren wir noch im Krankenhaus also wir waren die letzten Stunden dort bis sie uns dann gesagt haben wir sollten jetzt heim fahren.

00:44:10: Also sie wollte nicht glaube ich dass wir dabei sind wenn sie dann wirklich stirbt.

00:44:15: also das wollte sie nicht Aber das Abschied nehmen.

00:44:20: und noch einmal okay, das hilft im Nachhinein schon.

00:44:26: Auch bei unserem Papa war es so.

00:44:28: also der Warnler ist schon verstorben gewesen.

00:44:31: wir waren dann nach einer Stunde bei ihm danach und haben da halt Abschied genommen, war auch gut muss ich sagen für die Verarbeitung danach.

00:44:39: aber dass man zum Beispiel war wieder in den Bestatter kommen ist, haben er gesagt ok Vielleicht ziehen die Hose heran oder ihr.

00:44:48: Und dem gesagt, wir machen das, du kannst runtergehen.

00:44:51: Ja genau das meine ich.

00:44:52: Da geht gar nicht gut, dass man da dabei sein kann und für euch hätte es sich wahrscheinlich natürlich angefühlt in dem Moment?

00:44:59: Oder so.

00:45:02: Also ich habe mir noch gedacht vielleicht...

00:45:06: Einfach mit eingebunden werden.

00:45:07: Das ist dann so Deckel drauf und zu ist.

00:45:12: also das ist so nah wie es klingt aber es ist so.

00:45:17: Genau das.

00:45:17: Also ich denke mir auch immer, also wenn wir zum Beispiel eine Versorgung haben von jemandem und wir dann wirklich den Deckel zu machen, da haben wir ja den letzten Blick auf diese Person.

00:45:29: Und das ist eine große Ehre, wenn das so ist.

00:45:32: aber ich denke dann auch ganz oft wäre es nicht schön gewesen, wenn jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis den letzten Blick gehabt hätte.

00:45:40: Und dafür muss man uns ja auch erst mal wissen dass das überhaupt möglich

00:45:45: ist.

00:45:45: Es ist ja so viel los, wenn es passiert.

00:45:51: Also der Mechanismus startet und man muss dann bestattern und das klären, das klaren, dass klären.

00:45:56: Man muss die Batterzettel machen und informieren oder... Wie ging es an Stress?

00:46:00: Ja, es ist echt stressig!

00:46:02: Den Pfarrer suchen wir jetzt je nach Religion oder einfach die Beerdigung da organisieren.

00:46:07: also es ist richtig stressig Und dann kommt die Ruhe Und dann

00:46:13: ruft auf niemand mehr an, in vielen Fällen.

00:46:17: Man hat diese Stunde wenn man Glück hat auf dem Friedhof und danach geht alle nach Hause und man sitzt da.

00:46:23: Dann kommt die Ohnmacht eigentlich weil dann alle kondolieren und dann ist es vorbei und dann jetzt ruhig und dann kommt die Ruhe und dann geht's richtig los.

00:46:32: um hier eine Begleitung zu finden finde ich unglaublich toll.

00:46:35: also das ist wirklich schön

00:46:39: Und das ist auch genau eine Motivation von der Arbeit, weil du hast ganz oft den Fall dass ne Sterbebegleitung wenn du sie in Anspruch nimmst.

00:46:47: Eine gute sein kann.

00:46:50: im Hospiz zum Beispiel ist ja die Begleitung im großen Fall also im Groß das toll Auch was palliativ passiert oder auch bei Homecare letzte Hilfe unglaublich schöne Angebote Von denen man natürlich auch wissen muss und dann kommt so ein Bruch, dann kommt oft ein Bestattungsunternehmen ins Spiel.

00:47:10: Was vielleicht auch kulturell gar nicht dazu passt.

00:47:12: oder dann hast du eine ganz andere Taktung.

00:47:14: das Bett muss neu belegt werden auf der Station und dann das Bestattungunternehmen holt ab.

00:47:19: Du bist da nicht mehr richtig angebunden und dann sitzt du da so ne?

00:47:22: Und dann kommen irgendwann irgendwelche unabhängigen Trauerbegleitungsangebote die du dir aber auch selber recherchieren musst wo du wieder Kraft aufwenden musst.

00:47:30: Wo du erstmal jemanden finden musst, der zu dir passt usw.

00:47:34: Und das ist genau, was wir halt auch ändern möchten.

00:47:38: Dass diese Phasen noch mal besser ineinander übergehen, dass du weißt... Da is eine Gruppe von Menschen mit denen kannst du ganz gut und lernst dich kennen!

00:47:46: Dann wirst du aber auch gefühlt nicht mehr aus der Hand gegeben sondern dann kriegst du alles aus so einer harmonischeren Welt.

00:47:54: Nicht irgendwie drei verschiedene Universen gefühlte wo du dich jedes Mal wieder neu zurechtfinden musst.

00:48:01: Ja oder da strechste immer so es muss in Einer Woche jetzt zeigen so die Bärdigung.

00:48:06: Ist ja auch oft gar nicht nötig, also gerade wenn zum Beispiel auch... Wenn eingewaschat wird hat man ja z.B.

00:48:14: auch ziemlich viel Zeit, wenn der Schritt erst mal gemacht ist wissen wir ja auch viele nicht dass man sich dann für die Zeremonie eigentlich Zeit lassen kann und das man auch nicht als Erstes den Hörer in die Hand nehmen muss, wenn jemand gestorben ist Dass man sich auch erstmal vielleicht ans Bett setzen kann und erstmal so auf sie gewöken lassen kann und dass man auch Zeit hat, eine Person zu Hause zu behalten wenn man das möchte.

00:48:37: Das sind ja alles so Sachen die haben wir nicht verinnerlicht.

00:48:39: Wir denken da ist jemand tot und jetzt aber schnell so Polizei nach dem Motto und das ist was was wir halt auch neu lernen dürfen so glaube ich gesellschaftlich, dass wir dann nicht in Panik verfallen sondern

00:48:56: uns auch

00:48:56: so fühlen dass es natürlich ist was da passiert.

00:49:00: Da freuen wir uns einen Teil mit unserer Folge heute beitragen zu können.

00:49:06: Zum Abschluss vielleicht, ich möchte jetzt nicht sagen dass man das positiv beenden aber vielleicht doch ein bisschen.

00:49:13: Man hört ja auch immer wieder relativ lustige Begriebnisse beerdet werden.

00:49:20: Ich kenne das von einem aus dem Bekanntenkreis, der hat im Niederschreiben lassen keiner darf schwarz tragen alle müssen bunt kommen und die Musik darf nicht zu trauer Musik sein es muss flippige Musik sein und bitte lacht und hin und her weil ich hatte ein erfülltes Leben und ich habe nichts ausgelassen.

00:49:42: Was war deine Erfahrung?

00:49:43: Gibt es irgendwo Erfahrungen, wo du sagst ja das war tatsächlich auch spur positiv.

00:49:54: Positiv waren ganz viele von den Begleitungen und Begegnungen die wir hatten und auch die Abschiede die wir mit gestaltet haben.

00:50:03: also wir haben ganz viel die Rückmeldung bekommen oh das war aber schön!

00:50:06: Also so von eigentlich Überraschungsmoment, also dass man irgendwie so bei aller Trauer eben auch was Schönes erlebt hatte.

00:50:17: Vor allem hängt das damit zusammen wenn man eine Person gefühlt wiedererkannt hat.

00:50:20: Also ich finde dieses Gefühl von verstört sein nach Bestattung ist ja diese So war die Person doch gar nicht.

00:50:28: So kenne ich sie gar nicht.

00:50:29: und dann gehen alle total desorientiert auseinander.

00:50:32: Und wenn man das Gefühl halt so ahja genau so Ich habe sie wieder erkannt so war sie Dann kann man sich darum so gut vereinen und danach auch ein bisschen leicht auseinandergehen.

00:50:41: Und es ist interessant, dass oft so der Charakter von verstorbenen sichtbar wird.

00:50:47: Auch wenn die Humor hatten, dann zeigt sich das auch oft in den Trauerfeiern.

00:50:53: Dass irgendwas passiert was die Leute zum Lachen bringt also

00:50:57: z.B.,

00:50:57: dass die Urne eine Spur zu schnell ins Grab... oder sowas sehr.

00:51:03: Und dann alle irgendwie kurz erschreckt sind und dann lachen müssen, und dann hinterher die Leute sich erzählen ja aber irgendwie war die immer zu schnell oder so.

00:51:13: Dann entsteht ein Gefühl von Heiterkeit und das hat man ganz oft, dass der Charakter von einer Person in der Beerdigung sichtbar wird.

00:51:22: Das kann sehr positiv und auch sehr heiter sein.

00:51:28: Ja schön.

00:51:30: Vielen Dank für deine Zeit.

00:51:31: Also, ich bin jetzt oftmals schon ein bisschen weggetreten geworden gedanklich.

00:51:35: Schön!

00:51:35: Das freut mich zu hören.

00:51:38: Sehr, sehr spannend.

00:51:39: Zum Abschluss haben wir ein paar kurze Fragen an dich und freuen uns über eine kurze Antwort.

00:51:45: Was würdest du heute rückblickend anders machen?

00:51:51: Mir weniger Gedanken machen darüber was andere von mir denken.

00:51:57: Was ist dein Lieblingsessen?

00:52:00: Das ist was mein Mann kocht.

00:52:04: Und was ist denn Lieblings-Urlaubsland?

00:52:06: oder wo kannst du am besten entspannen?

00:52:09: Ich glaube immer das Land, wo ich noch nie war.

00:52:15: Aber ansonsten von den Klassikern Italien.

00:52:21: Ganz klassisch!

00:52:23: Ja, liebe Charlotte, vielen Dank für deine Zeit und alles, was du da gemacht hast.

00:52:31: Vielen Dank, habe mich sehr gefreut mit euch zu quatschen.

00:52:34: Danke schön.

00:52:34: Liebe Grüße nach Berlin,

00:52:57: ciao!