The path to longevity.
00:00:00: aufhören uns da irgendwie gegenseitig zu beschämen und zu sagen nur das eine ist richtig und das andere ist falsch.
00:00:08: Wir haben so viele Menschen Probleme und deswegen wird Ernährung umso wichtiger jetzt.
00:00:15: der Zeit, ihr kränker man wird als Gesellschaft, desto wichtiger müsste es eigentlich sein zurück zur Ernährung zu finden, denn sie ist halt das Fundament.
00:00:25: Der neue Gesundheitspodcast aus Österreich.
00:00:28: Now.
00:00:29: Die HF Podcast bei Alphatowern.
00:00:32: Daniela und Bernhard Sebastian Lötzer suchen gemeinsam mit Expertinnen und Experten wöchentlich Antworten auf die Frage, wie man ein gesundes, vitales und langes Leben führen kann.
00:00:43: Herzlich willkommen und viel Spaß beim Reinhören!
00:00:49: Traditionelle Ernährung ist kein neuer Trend und keine Wecklastiät.
00:00:53: Sie ist das, was schon immer da war, jedoch seit Jahrzehnten immer weiter in Vergessenheit geredet.
00:01:00: Wir brauchen keine Fertigprodukte, keine Fleischersatz, Milchersatz, kleinen Cloteen frei oder Zucker frei, keine exotischen Superfoods oder keine Pillen und gesund zu sein.
00:01:11: Zurück zu echten Lebensmitteln.
00:01:13: zu Nahrung, die uns wirklich nähert.
00:01:16: Auf das besinnen, was den Unterschied macht.
00:01:18: Das alles besprechen wir mit unserem heutigen Gast.
00:01:22: Esmer Stork begleitet seit Jahren Menschen auf ihrem Weg zu einer naturverbundenen, nährstoffreichen Ernährung.
00:01:28: Herzlich willkommen in unserer heutigen Folge.
00:01:32: Vielen Dank, ich freue mich, dass ich hier sein darf.
00:01:35: Ja, ähm... Wir nehmen die Folge jetzt genau zwischen den Feiertagen, zwischen Weihnachten und Silvester auf und da drängt sich mir schon die Frage auf, wie sieht denn bei dir der festliche Abend aus?
00:01:51: Wie wird da in deiner Familie gekocht oder das ganz typisch verbracht?
00:02:00: Ja, relativ unterschiedlich.
00:02:02: Es kommt immer so ein bisschen darauf an, jeder Familie hat ja so ihre ihre eigene Essenskultur an verschiedenen Tagen, aber du hast jetzt gesagt Festtagsessen, also das beziehe ich jetzt mal generell.
00:02:15: nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf Geburtstage, Jubiläen und so weiter.
00:02:20: Tatsächlich haben wir Weihnachten mit einem ganz normalen Käsefondue verbracht.
00:02:28: Aber natürlich nicht mit so Pettichmischungen oder so, gibt's ja oft, sondern wirklich so von der Käsetheke hier ein bisschen Gruyère, ein bisschen von dem und von dem und dann zusammen gemischt.
00:02:39: Und das Baguette dazu backe ich natürlich auch immer alleine.
00:02:43: Da kaufe ich kein Baguette aus dem aus der Bäckerei, weil ich sehr, sehr gerne backe und so jede Woche ein, zwei Brote oder Brötchen backe, dann ist so ein Baguette zwischendurch mal auch nichts großartiges.
00:02:55: Aber ansonsten an so Festtagen bin ich schon diejenige, die auch gerne mal einen Braten macht, einen Rinderbraten oder mal eine Gans in den Ofen schiebt.
00:03:06: Also eigentlich relativ klassisch, nichts ausgefallen ist, nur dass ich tatsächlich die ganzen Dinge, die man so oben drauf noch macht, wie Soßen, Brote und so weiter, auch alles selber mache.
00:03:18: Also da sind wir dann auch die.
00:03:22: Die Folge wird ja... als erste zumindest bei unserer Podcastreihe im neuen Jahr rauskommen und da möchten wir unseren Zuhörerinnen und Zuhörern schon mal den Anstoß geben, um möglicherweise einen Neujahrsvorsatz erfüllen zu können.
00:03:38: mit dieser Folge, die Ernährung, wie der Titel schon sagt, zurück zum Ursprung, traditionelle Ernährung neu gedacht.
00:03:46: Das sind wir jetzt schon sehr gespannt darauf, weil wir auch in unserem Haus, in unserem Hotel, großen Wert darauf legen und auch ganz glücklich sind, dass unser Küchenchef und unser Kücheteam auch das so umsetzen kann.
00:04:00: und man merkt auch einfach den Unterschied, also das auf jeden Fall.
00:04:06: Was uns vorweg interessieren würde, wodurch bzw.
00:04:09: wann hast du diese große Liebe zum Kochen gefunden?
00:04:15: Die Liebe zum Kochen habe ich schon als... Ich würde sagen, junges Mädchen gefunden.
00:04:19: Ich habe relativ früh vielleicht schon mit zehn oder elf immer wieder neben meiner Mama gestanden und gesagt, komm, zeig mir das, wie du das machst.
00:04:28: Hat mich tatsächlich immer sehr interessiert und auch dann später, als ich ausgezogen bin, meine eigene Wohnung hatte und so weiter, immer rumexperimentiert.
00:04:39: Ich muss auch sagen, ich bin auch sehr offen gewesen für ... zur Experimente, auch was Ernährungsformen angeht.
00:04:47: Ich habe dann sehr viel experimentiert.
00:04:49: Das erste, was ich gemacht habe, war tatsächlich, dass ich Vegetarier geworden bin.
00:04:53: Relativ früh mit, neunzehn, achtzehn, neunzehn.
00:04:57: Ja,
00:04:57: ist schon sehr früh.
00:04:59: Ja, ja, mich hat das Thema Tierleid, artgerechte Tierhaltung, Massentierhaltung und so weiter immer sehr beschäftigt.
00:05:06: Ich muss sagen, ich muss dazu sagen, ich komme aus einer Metzgerpfamilie.
00:05:11: Da bin ich noch mütterlicherseits und habe da schon als Kind auf dem Dorf ein bisschen was mitbekommen und fand das immer als einen nicht sehr schönen Anblick.
00:05:22: und deswegen hatte ich das Thema dann auch schon mit zwölf, dreizehn angefangen zu beschäftigen.
00:05:27: und irgendwann habe ich gesagt, okay ich lasse jetzt Fleisch weg, ich möchte dieses Leid, was den Tieren angetan wird, nicht mehr... Ich wollte das nicht mehr unterstützen.
00:05:38: und irgendwann kamen dann ja verschiedene andere Ernährungsformen dazu.
00:05:44: Intermittientes Fasten, Heilfasten habe ich viel gemacht.
00:05:48: Also intermittientes Fasten, man ist nur in einem gewissen Zeitfenster, Frühstück zum Beispiel nicht, sondern ist dann erst irgendwann mittags.
00:05:56: Irgendwann habe ich mich dann weiter beschäftigt mit dem Thema Tierleid, dann kam die Milch dazu, dann fand ich das auch ganz schrecklich.
00:06:03: Ich habe dann die Milch weggelassen, habe dann angefangen Hafermilch und Sojamilch zu kaufen.
00:06:08: Das war auch dann, da war ich wirklich so, ich gehörte noch so eine der ersten, weil das war noch nicht so der Trend, wie würde man jetzt sagen, wie heute das Veganer und ich habe mich aber dann gefreut, wo ich dann plötzlich im Bio-Supermarkt eine Sojamilch gesehen habe.
00:06:27: Und die ganzen Fleisch und Wurstprodukte, das war halt so, ich konnte irgendwie doch nicht auf meine Wurst und meine Milch verzichten, aber ich wollte halt die vegane Alternative.
00:06:38: Und so habe ich mich immer mehr da reingesteigert.
00:06:41: Dann habe ich auch irgendwann die Eier weggelassen und den Honig weggelassen und so plötzlich irgendwie stand ich halt da.
00:06:47: Da war ich ungefähr Ende zwanzig und dann war ich vegan, war eigentlich ungewollt, also ohne dass ich jetzt die Entscheidung getroffen habe von heute auf morgen, ich habe das nicht, sondern es hat sich dann so mit der Zeit ergeben.
00:07:03: Ist das nicht Stress im Kopf, so wie das eine Faske, wo du gesagt hast, man lässt das Frühstück weg, Frühstück ist ja eigentlich eine wichtige Mahlzeit und dann ist man nur zu bestimmten Zeitfenstern, dann hat man da nicht irgendein Stress im Kopf, dass ich sage, ah, scheiß jetzt muss ich doch schnell essen oder es geht jetzt doch nicht aus.
00:07:23: Ja, es hat schon Stress gemacht, aber ich hatte auch wie viele andere junge Frauen schon auch so viele Jahre lang so meine gesundheitlichen Themen.
00:07:31: Also ich hatte sehr starke Akne als Jugendliche, auch dann weit über die zwanziger hinaus mit fünf und zwanzig, wo ich dachte, das müsste doch jetzt irgendwie vorbei sein.
00:07:43: Hätte ich immer noch meine Akne, ich hatte sehr viele Probleme mit meinem Darm und meiner Verdauung.
00:07:49: sehr schlecht verdauen können.
00:07:51: Ich habe das immer so auf meine Genetik geschoben.
00:07:53: Ach, ich habe dann eine langsame Verdauung und es dauert halt bei mir und es klappt alles nicht so.
00:08:00: Ich habe es dann auch nicht so bezogen auf meine Lebensmittel, die ich gegessen habe zu der Zeit.
00:08:05: Als ich dann aufgehört habe Fleisch zu essen, habe ich mir natürlich andere Proteinquellen gesucht und zu essen habe ich sehr viele Bonen gegessen, sehr viele Kichererbsen, Linsen und so weiter.
00:08:16: Natürlich fertig gekocht aus der Dose.
00:08:18: richtig zubereitet.
00:08:19: Dadurch hatte ich halt auch immer diesen Blähbauch, den so viele junge Frauen haben, wo man dann so aussieht nach dem Essen wie im vierten Monat Schwanger.
00:08:31: Zyklusprobleme kamen dazu.
00:08:32: Es waren immer gewisse gesundheitliche Themen dahinter, was mir dann halt auch den Druck gemacht hat.
00:08:38: Ich möchte, ich möchte das irgendwie alleine mit mir selber klären.
00:08:42: Und deswegen die ganzen Experimente.
00:08:45: Schön, dass du da auch so offen darüber sprichst, weil Ich bin der Meinung, dass das sehr viele beschäftigt.
00:08:51: und also ich selber ist auch seit ein paar Jahren kein Fleisch mehr, aber Fisch, das schon ein heimischen Fisch zumindest und das kann ich nicht ganz verzichten, war aber auch das Thema Proteinquellen und vor allem zum Sport, wie kann man das dann trotzdem holen, aber mittlerweile gibt es da wirklich tolle Alternativen und so.
00:09:13: Aber ich glaube, wenn man kurz Fleisch jetzt vom Metzger kriegt oder... Dann ist ja die Sauerkraut.
00:09:23: Ich glaube, es ist natürlich eine Einstellungssache, wie jeder das sieht.
00:09:31: Man muss halt dazu sagen, es kommt immer darauf an, aus welcher Sicht betrachtet man das?
00:09:36: Betrachtet man Fleischkonsum aus der ethischen Sicht oder aus der ernährungsphysiologischen Sicht?
00:09:42: Aus der ethischen Sicht kann man klar sagen, es Muss jeder respektieren, wenn man selber für sich entspischen beschließt.
00:09:52: Man möchte das nicht.
00:09:54: Man möchte kein Fleisch essen, den Tieren zuliebe.
00:09:56: Dann ist das aus ethischer Sicht wirklich vertretbar.
00:09:59: Und ich bin ja auch nicht jetzt mittlerweile nur, weil ich wieder Fleisch esse.
00:10:03: Und tierische Produkte bin ich ja nicht irgendwie Anti-Veg an oder so geworden.
00:10:07: Ich finde, wir müssen da... aufhören uns da irgendwie gegenseitig zu beschämen und zu sagen, nur das eine ist richtig und das andere ist falsch.
00:10:19: Ich bin selber soweit, dass ich auch sage, Diese ganzen Dogmen rund um Ernährung, die möchte ich einfach nicht mehr, weil ich einfach zwanzig Jahre lang mit Dogmen gelebt habe und gemerkt habe, dass es mir persönlich gesundheitlich geschadet hat.
00:10:33: Da gibt es ja natürlich auch eine genetische Sicht auf die Dinge, manche Menschen.
00:10:39: können gut ohne Fleisch leben, die anderen können nicht so gut ohne Fleisch leben, je nachdem wie unser Stoffwechsel funktioniert und so weiter.
00:10:46: Deswegen finde ich es auch immer schade, wenn alles so über einen Kamm geschert wird und wenn dann gewisse Gesundheitsexperten oder Mediziner im Fernsehen pauschale Empfehlungen für alle geben, was einfach nicht richtig ist.
00:10:59: Es gibt nicht die eine pauschale Empfehlung für uns alle.
00:11:03: Es ist jeder individuell zur Behandlung.
00:11:06: Genau, genau.
00:11:07: Wo du das jetzt so selbst durchgemacht hast, was war kurz zusammengefasst, deine Erkenntnis oder jetzt so deine Resümee dazu?
00:11:20: Mein Resümee ist tatsächlich, ich möchte weg von diesen... Ernährungstrends von Weglas-Dieten, weil viele Ernährungsformen sind Weglas-Dieten in meiner Sicht, weil die einen sagen, lasst das weg, die anderen finden Fleisch schlecht, die anderen Milch, die anderen wiederum.
00:11:40: Es gibt ja welche, die sagen sogar Gemüse sei schlecht oder Getreide ist ganz schlecht.
00:11:45: Also da möchte ich einfach weg.
00:11:46: und mein eigenes Resümee ist, solange wir... Echte natürliche Lebensmittel, unverarbeitete Lebensmittel, am bestenfalls noch regionale und saisonale Lebensmittelessen zu uns führen.
00:11:59: dann gibt es kein Gut und Schlecht, sondern da gibt es dann nur eins, tut es mir gut oder tut es mir schlecht.
00:12:06: Das ist nämlich das auch, was ich in den letzten Jahren lernen durfte, auf meinen Körper zu hören und nicht nur auf Experten, Bücher und andere Meinungen, die mir jahrelang gesagt haben, das ist gut und das ist schlecht, sondern ich habe gelernt, selber auf meinen Körper zu hören und zu merken, tut mir das gut oder tut mir das nicht gut.
00:12:26: Das wünsche ich auch allen Zuhörern draußen, vor allem Frauen, dass sie mal wieder nach dem Essen sich selber spüren, den Körper spüren, ist das gut oder nicht?
00:12:36: Find ich schön, vor allem, wie du sagst, Social Media und alles ist so voll mit Experten und Tipps und jeder sagt was.
00:12:45: Es ist zu viel.
00:12:46: Genau, dann kennt man sich in dem wir war eigentlich total schwer aus.
00:12:49: Also das ist tatsächlich nicht leicht und darum versuchen wir das seriös zu streuen und finden es auch toll, wie du das siehst.
00:13:00: Aber jetzt noch mal, ich glaube, es ist schon einfacher geworden, wieder echte Lebensmittel, wenn man das jetzt so sagen kann, einzukaufen.
00:13:10: Aber ist dennoch aus deiner Sicht Beispiel Brokuli ist heute ein Brokuli, auch ein Brokuli wie vor zwanzig Jahren.
00:13:21: Oder ist das einfach durch die Anbauweisen oder wie auch immer qualitativ schlechter geworden?
00:13:28: Ja, das ist ja auch das, sagen wir mal, der gute Aspekt, nicht der gute Aspekt, sondern das Argument von den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln, die ja sagen, unsere Lebensmittel sind leider nicht mehr so nährstoffreich und reichhaltig ausgewogen, wie sie es vor zwanzig, fünfzig oder sogar hundert Jahren gewesen sind, vor allem pflanzliche Nährstoffe.
00:13:54: pflanzliche Lebensmittel, dem Ganzen gebe ich vielleicht, ja, aber, da kommt ein großes, aber es gibt immer noch sehr nährstoffreiche Lebensmittel und für mich sind es mittlerweile die tierischen Lebensmittel.
00:14:07: Das muss man zugeben, egal ob Fleisch oder Fisch, die ganzen Fette, die aus den tierischen Lebensmitteln gewonnen werden, die Milchprodukte, Käseprodukte, wenn man das jetzt mal rein, nicht aus der ethischen Sicht betrachtet, sondern wirklich aus der Ernährungsphysiologischen Sicht, dann sind das die nährstoffreichsten Lebensmittel, die wir heute noch haben.
00:14:34: Klar, kann man seine Nährstoffe auch über Pflanzen decken, aber dann muss man auf mehrere Sachen achten, man muss viel mehr davon zuführen.
00:14:44: Die Qualität der Nährstoffe ist nicht die gleiche.
00:14:46: Jetzt das Beispiel Proteine.
00:14:48: Pflanzliche Proteine brauchen wir auch, sind gut für uns, aber pflanzliche Proteine sind zu einem großen Teil nicht so gut verfügbar für unseren Körper.
00:14:57: Es wird nur ein kleiner Teil aufgenommen.
00:14:59: Und sie sind nicht so komplex wie die Proteine aus tierischen Lebensmitteln.
00:15:03: Das heißt, gewisse Aminosäuren fehlen einfach in pflanzlichen Lebensmitteln, die wir aber in tierischen Lebensmitteln wiederfinden.
00:15:12: Ich sage nicht, dass alle Menschen, die Fleisch essen, irgendwie sich näherstoffreicher insgesamt ernähren.
00:15:18: Man kann auch als Omnivore sich näherstoffarm ernähren, indem man sagen wir mal immer nur dieselben Produkte ist.
00:15:27: Also es ist ja heute... leider auch der Fall, dass viele Menschen einfach nur sich das Hackfleisch kaufen, die Würstchen, den Schinken und mal das Steak.
00:15:38: Wenn man mal aber so ein ganzes Tier betrachtet, ein ganzes Rind, dann besteht das aus viel mehr als nur aus Hüfte und den Teilen, die halt heutzutage einfach so gerne gegessen werden.
00:15:51: und der Rest wird halt oft weggeschmissen oder als Tierfutter verkauft, Hundefutter.
00:15:55: Da muss man einfach mal mit dem Metzgan reden oder mit den Landwirten.
00:15:59: Die haben da wirklich Probleme, gewisse Teile überhaupt an den Kunden zu bringen.
00:16:04: Das ist jetzt nicht seit kurzem, sondern das geht ja erst schon seit er vierzig, fünfzig Jahren so.
00:16:08: Seitdem die Lebensmittelindustrie könnte man so sagen aufgeploppt ist und uns halt bessere leckere Alternativen bietet.
00:16:17: Seitdem ist ja keiner mehr leber zum Beispiel.
00:16:20: Viele kennen das noch von ihrer Großmutter.
00:16:22: und dann gibt es es vielleicht noch einmal bei Ja, aber es wird immer, immer, immer weniger.
00:16:27: Und wenn wir da jetzt wieder einsteigen in die ethische Sicht, wenn ich es schon Fleisch esse, dann wird das ganze Tier, weil nur die Hälfte zu verwerten und den Rest wegzuschmeißen, das ist ja mal wirklich unethisch.
00:16:41: Das ist auch einer der Kernprinzipien der traditionellen Ernährung, wir sagen wenn.
00:16:46: Leisch und Fisch, dann from nose to tail, also wirklich von der Nase bis zum Schwanz.
00:16:52: Wir verwerten alles, also die Knochen, die Haut, die Innereien, alles, was man so verwertet.
00:16:59: Man muss auch wirklich sagen, das sind auch die nährstoffreichsten Teile, also wenn man jetzt mal so ein... wenn der Leber anschaut oder ein Herz, wenn man da sich das Nährstoffprofil ansieht, dann haben wir da ganz andere Aminosäuren, zum Beispiel wie in einem normalen Stück Muskelfleisch.
00:17:18: Und da, wenn wir immer nur das gleiche essen, nochmal kurz zur Wiederholung, dann kommen wir auch da in ein Ungleichgewicht rein.
00:17:24: Wenn wir immer zu viel von dem einen haben und zu viel von dem anderen, dann zeigt der Körper auch irgendwann Symptome.
00:17:30: Deswegen ist es nicht nur aus ethischer Sicht, sondern allein aus ernährungsphysiologischer Sicht.
00:17:35: Wahnsinnig wichtig, das Tier komplett zu verwerten und zu verzehren, damit wir auch das komplette Nährstoffprofil bekommen.
00:17:44: Ich glaube aber auch, dass das oft ein bisschen eine psychische Hemmschwelle ist, vor allem das Wort Innereien zu essen.
00:17:51: Also ich glaube, das ist... Wir haben... Ja, aber ich glaube, dass sich viele da gar nicht mehr so auskennen, weil es alles schon so.
00:17:58: fertige Produkte, alles gibt es.
00:18:00: Man kann alles ja kaufen und ich glaube, dass auch viele gar nicht mehr wissen, was ihr alles essen kann, was alles gesund ist, wie ihr das zubereiten kann.
00:18:09: Richtig.
00:18:09: Und wo krieg ich es überhaupt her?
00:18:11: Ja, das fehlende Wissen ist das größte Problem in der heutigen Zeit.
00:18:16: Das ist ja das, was wir machen.
00:18:26: Ich möchte noch eine kurze Seitenschweife machen, weil du gerade den Lieber angesprochen hast.
00:18:30: Wir haben bei uns in einer Menüfolge, wir haben verschiedene Menüfolgen und unter anderem immer ein traditionelles Hauptgericht.
00:18:40: möglichst typisch österreichisch.
00:18:41: Und da gab es letzte Woche auch die Leber, Tiroler Leber.
00:18:45: Und das ging erstaunlich gut.
00:18:47: Ging
00:18:48: erstaunlich gut?
00:18:49: Ja, total
00:18:51: viele gewählt.
00:18:52: Und
00:18:53: weil wir auch gespannt waren und gesagt haben, okay, in der Reihen, wie stehen da die Leute dazu?
00:18:59: Aber das ging erstaunlich gut.
00:19:02: War aber auch wirklich toll zubereitet.
00:19:04: Jetzt hast du uns auch ein bisschen oder mir die Frage vorweggenommen, was ist traditionelle Ernährung aus deiner Sicht?
00:19:10: Also ich glaube, das hast du schon beantwortet, mehr oder weniger, from nose to the tail.
00:19:16: Genau, die artgerichte.
00:19:18: Tierhaltung ist für uns ein großes Thema auch Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit.
00:19:23: Essen oder Zubereiten nicht nur das ganze Tier, sondern wir schauen auch, wo kommt es denn her.
00:19:29: Bestenfalls regional vom Bauern meines Vertrauens aus dem Direktverkauf.
00:19:35: Ich bin ein großer Fan, wirklich die Bauern direkt vor Ort zu unterstützen, weil die es am schwersten haben.
00:19:42: Sag mal wirklich so, ich wohne ja im Süden von München und ich bekomme das hier sehr viel mit, dass wir viele Biohöfe haben.
00:19:53: die aber mittlerweile zum Teil wieder auf konventionelle Landwirtschaft umsteigen, weil sich das nicht mehr reagiert für sie.
00:20:02: Das ist meiner Meinung nach eine sehr, sehr dramatische und schlimme Rückentwicklung.
00:20:11: Wollen wir ja, dass sagen wir mal irgendwann, also mein Traum ist es, dass Bio irgendwann mal nicht Bio ist, sondern das Bio-Standard ist, dass eine artgerechte Tierhaltung, was ganz normal ist.
00:20:23: Das ist nichts mehr besonderes sein muss, auch nichts superteures sein muss oder luxuriös ist, sondern dass das einfach Grundlage ist für unsere Ernährung, für unsere Lebensmittel, dass die ordentlich hergestellt werden.
00:20:39: und deswegen plädieren wir dafür, dass man wirklich sich mal umschaut auf Wochenmärkten, auf Bauernmärkten.
00:20:48: Ich sage dann immer, bei mir hat es vor sechs Jahren so angefangen, dass wir einfach am Wochenende mal einen Ausflug mit der Familie gemacht haben, aufs Land und dann haben wir uns mal die Bauernhöfe angeschaut, haben mal geschaut, wo es gute Eier gibt, wo es gute Milch zu holen gibt.
00:21:00: Also da müssen wir wieder zurückkommen.
00:21:04: dazu einfach.
00:21:06: Da fängt traditionelle Ernährung an oder da fängt eigentlich überhaupt Ernährung an.
00:21:10: Nicht da, wo ich in der Küche stehe und koche, sondern Ernährung fängt schon da an.
00:21:15: Bei der Entscheidung, wo kaufe ich meine Lebensmittel überhaupt ein, wo will ich sie aus?
00:21:19: Ich weiß, dass halt viele Menschen vor allem im städtischen Bereich, die haben halt ihren Supermarkt, das ist zwei hundert Meter um die Ecke und dann geht man halt hin, weil es praktisch ist und weil es schnell geht.
00:21:30: Das ist nicht das.
00:21:32: Was ich jetzt mittlerweile lebe und vorlebe und mir auch wünsche, sondern dass Ernährung generell eine höhere Priorität in unserem Leben bekommt und auch gerne einen höheren Zeitfaktor einnehmen darf.
00:21:47: Klar, die Leute sagen, ich habe keine Zeit und ich muss da jetzt irgendwo weit hinfahren oder so.
00:21:52: Aber mittlerweile, wir haben Gefrierer, wir haben Möglichkeiten, Sachen haltbar zu machen.
00:21:59: Ich kaufe auch nicht alle drei Tage meinen Fleisch, sondern... Mein Bio-Bauer hier nebenan erschlachtet einmal im Monat und verkauft dann an drei Tagen in seinem Hofladen das Fleisch und dann hole ich mir das einmal im Monat und dann friere ich das ein und dann muss ich auch nicht ständig einkaufen gehen.
00:22:15: Also es gibt schon auf jeden Fall auch Möglichkeiten und wenn wir aber der Nährung der Qualität und der Herkunft unserer Lebensmittel einfach einen anderen Stand geben.
00:22:27: Dann sind wir auch bereit, am Wochenende einfach mal zum Einkaufen irgendwo anders hinzufahren und nicht nur ums Eck.
00:22:35: Also bei mir, ich koche ja nicht so gern, also nicht so gern, aber dann ist es oft so, was macht man jetzt denn immer zum Mittagessen?
00:22:46: Da ist ja schon die Einfasslosigkeit, also fängt es ja da schon an.
00:22:51: Da denke ich gar nicht so weit, sondern wirklich, das Praktische ist halt echt, und da ertappe ich mich genauso, dass ich dann einfach in den Supermarkt fahren soll.
00:23:01: Das muss schnell gehen, da nehme ich halt so ein.
00:23:06: Ja, aber weil ich oft gar nicht daran denke, was man so machen kann.
00:23:12: Ich will gerade sagen, dass ich viel bald auch.
00:23:15: Da fehlt es echt am Wissen und man müsste im Prinzip schon in der Schule beginnen, die Kinder möglichst früh auf das Thema Ernährung hinzuweisen, dass das auch irgendwann standard wird, dass man sich ordentlich ernährt.
00:23:33: Das ist schon wirklich mit der Wissensvermittlung, das müsste schon früher beginnen.
00:23:38: Definitiv, definitiv.
00:23:39: Vorbei wir uns auch an der eigene Nase als Eltern passen dürfen, weil wir stehen ja auch zwischen ein und dreimal am Tag in der Küche und unsere Kinder sind oft dabei und sehen, was wir tun.
00:23:50: Die sind beim Einkaufen dabei, sehen, was wir kaufen und so.
00:23:54: Also die Verantwortung darf man da auch gerne bei sich sehen.
00:23:58: Da wäre es auch schön, wenn die Schule da auch einen Beitrag leisten würde, aber das tut sie leider nicht und von dem sind wir auch weit entfernt.
00:24:06: dass sie es irgendwann tun wird, deswegen bleibt es bei uns hängen.
00:24:09: Das
00:24:11: stimmt ja.
00:24:12: Ja, aber zurück zu dem Wissen.
00:24:14: Es ist einfach das fehlende Wissen.
00:24:15: Ja, es ist das fehlende Wissen.
00:24:18: Und auch dieses, ich stehe manchmal auch da und weiß nicht, was ich kochen soll.
00:24:23: Und dann macht man doch das Gleiche noch mal wie vor drei Tagen.
00:24:27: Ich habe mit Heidi, Heidi ist meine Freundin und Kollegin, mit der ich zusammen die Bücher geschrieben habe.
00:24:34: Wir sind tatsächlich gerade dabei, Wochenpläne aufzustellen.
00:24:37: Wir haben eine große Community, die schreibt.
00:24:40: danach, weil sie selber oft dastehen.
00:24:44: Die haben zwar unsere fünf Bücher zu Hause, so geht es mir ja auch oft, aber das überfordert dann einen ja auch, wenn man hunderte von Rezepten hat.
00:24:52: Also man hätte ein ganzes Reporter da, aber man kann sich da wegen der Masse gar nicht entscheiden, was man machen soll.
00:24:59: Also deswegen sind wir jetzt gerade dabei, Familien und Kinder und alltagstaugliche Wochenpläne zu machen.
00:25:06: Das ist, glaube ich, wichtig, vor allem wenn Frauen berufstätig sind, wenn Kinder dabei sind, dass man sich wirklich zumindest mal einmal die Woche zusammen mit den Kindern, mit dem man zusammensetzt und dann mal so eine kleine Planung macht und aufstellt, was wollen wir nächste Woche essen, dementsprechend auch einkauft, dann kauft man auch nicht zu viel ein, weil das ist ja... Problem, wenn man keinen Plan hat, kauft man einfach irgendwas und dann gammeln die Sachen im Kühlschrank vor sich hin.
00:25:32: Aber wenn man dann zumindest einen Plan hat, dann weiß man, was man macht.
00:25:36: Und dann ist auch der Alltag entspannter, muss man nicht dastehen und denkt, was mache ich denn heute Abend?
00:25:40: Sondern gut, das und das ist geplant, zack in die Küche und dann geht es auch alles viel schneller.
00:25:47: Das stimmt und das mögt sich vielleicht für Leute, die gerne kochen, komisch anhören, aber es ist tatsächlich so.
00:25:53: Also... Wir haben unser Hotel nur im Winter geöffnet.
00:25:59: und sind ein gesundheitsorientiertes Haus und haben echter Glück, dass die Qualität auch dem entspricht, wie auch möglichst regional einkaufen.
00:26:09: Es gibt auch Dinge, die im Winter ja nicht normal sind, die gibt es dann bei uns im Haus auch nicht und das funktioniert wirklich wunderbar.
00:26:17: Und das sind wir persönlich auch profitierend davon, weil wir so verwöhnt werden.
00:26:21: Wenn dann Sommer wird, dann müssen wir selber gucken und dann wächst wirklich ...
00:26:25: klagt,
00:26:25: dann wird es schwierig.
00:26:27: Und da kann so ein Wochenplan sehr hilfreich sein, weil das ist auch eine Orientierungshilfe.
00:26:33: Also ich tu mir auch total schwer, es gibt halt dann sehr viel Reis und Nudeln, Tartoffeln, Gemüse, aber es wird echt schwierig.
00:26:44: Gute Spoiler für die Zuhörerinnen und Zuhörer, dass da was im Petal ist bei euch.
00:26:49: Ja, man muss ja auch sagen, man kann keinen teuren Planer kaufen aus dem Internet oder so.
00:26:54: Also da reicht ja wirklich nur so ein ausgedrucktes Blatt Papier, Montag bis Sonntag, in Spalten eingeteilt und dann schreibt man da was rein.
00:27:03: Also es ist an sich wirklich kein großer Eck, nur man muss es machen.
00:27:07: Das ist immer nur die Überwendung.
00:27:09: Man muss sich mal hinsetzen und einmal Gedanken machen.
00:27:12: Dafür spart man sich dann die Zeit an den anderen sechs Tagen.
00:27:15: Ich kann mir natürlich vorstellen, dass das für die Mütter oft schwierig ist, weil dann macht man sich Gedanken, man macht sich Arbeit, man geht einkaufen, man kocht.
00:27:23: Und dann ist vielleicht der Rest der Familie nicht so amused, was auf dem Teller ist.
00:27:28: Aber das ist dann halt so.
00:27:30: gehört dazu, egal wie man es macht.
00:27:33: Egal welche Ernährungsform, egal ob mit Wochenplan oder nicht Wochenplan.
00:27:38: Also, weil mehrere Personen beteiligt sind, vor allem kleine Kinder, dann wird immer es Kritik geben und ich mag das nicht und so.
00:27:49: gehört einfach zum Familienleben dazu und ich bin auch mittlerweile auch nicht so wahnsinnig dogmatisch.
00:27:54: Also ich bin jetzt nicht so die super strenge Mami, die sagt, du darfst jetzt erst aufstehen, wenn der Teller leer gegessen ist, sondern ich wünsche mir dann zumindest mal, dass probiert wird.
00:28:04: und wenn es dann halt nicht schmeckt, dann können wir irgendwie gemeinsam nach Alternativen suchen, die jetzt keinen großen Aufwand.
00:28:14: brauchen.
00:28:14: Also ich stelle mich dann jetzt nicht nochmal am Abend hin und koche dann nochmal für meinen Sohn, weil er nicht mitessen wollte.
00:28:20: Aber dann kann er sich, dann stellt er sich zum Beispiel irgendwie so ein, er nennt das immer Snackteller zusammen mit Käse, ein bisschen Salami, ein bisschen Rohkost, ein bisschen Brot und Butter und dann wird er schon satt.
00:28:31: Aber natürlich ist es mit Kindern auch immer.
00:28:35: Nicht immer so einfach.
00:28:36: Es war für mich in den letzten Jahren auch nicht immer so einfach, vor allem weil wir ja anders kochen, weil wir anders essen als viele andere Familien und da kommt schon oft das Kommentar.
00:28:47: Ja, aber warum gibt es denn bei den anderen das so und bei uns nicht?
00:28:51: Und warum sind die Plätzchen bei den bei den Nachbarn so hell und unsere sind so dunkel?
00:28:56: Wenn ich halt mit Vollkorn backe und Vollrohrzucker verwende, dann schauen die natürlich ein bisschen anders aus, schmecken auch anders, aber nicht schlecht.
00:29:05: nur anders.
00:29:07: Und wenn es bei uns Nudeln gibt, dann stellt sich halt die Mamin die Küche und mit ihrem Pasta-Maker und dann werden halt Nudeln selber gemacht.
00:29:16: Schmecken natürlich auch wieder anders, ich verstehe das alles, das ist alles Gewohnheit, aber ich sage dann immer, bei uns zu Hause bin ich die Herren der Küche und der Nährung, entscheide ich, was es gibt.
00:29:30: Wenn ihr draußen seid, bei Freunden, bei der Oma in der Schule, da essen sie sowieso was sie wollen, da kriegen sie immer ihre Pachen, ihre Nudeln, ihren Kuchen und so weiter.
00:29:40: Da gibt es dann die ganzen Pachen, also von daher entgeht ihnen ja nichts.
00:29:44: Aber zumindest, ich sage, das ist jetzt so meine Philosophie geworden in den letzten Jahren.
00:29:48: Zu Hause findet das echte Leben statt, zu Hause findet das ernähren statt, das richtige ernähren und ich möchte meine Kinder nähren und nicht nur satt kriegen.
00:29:59: Und alles, was außerhalb vom Zuhause passiert, ist halt dann einfach so.
00:30:05: Da sage ich auch nicht nein.
00:30:06: Das finde ich auch gut.
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00:30:55: Jetzt stehst du ja auch berufstätig.
00:30:57: Du stehst jetzt nicht von morgens bis abends in der Küche und kochst Mittagessen anessen.
00:31:02: Wie kann man sich das vorstellen?
00:31:03: Vielleicht, dass man ein bisschen eine Idee bekommt.
00:31:06: Wie bereitest du das vor?
00:31:08: oder bereitest du das vor und machst es dann fertig?
00:31:12: Was würdest du da für ein Tipp geben?
00:31:15: Es ist tatsächlich alles eine Sache der Planung und Organisation.
00:31:20: Also die traditionelle Ernährung, wie wir sie leben und vorleben, ist jetzt nicht so sagen wir mal drauf ausgelegt, jetzt so ganz spontan zu kochen.
00:31:30: Also man kann auch spontan kochen, aber... Es lohnt sich, immer mal ein, zwei Tage im Voraus darüber nachzudenken, allein aus dem Grund, weil wir gewisse traditionelle Vor- und Zubereitungsmethoden haben.
00:31:46: zum Beispiel jetzt nur, wie wir mit Getreide umgehen.
00:31:49: Also wir fermentieren unser Getreide, wir malen es frisch und dann fermentieren wir es.
00:31:54: Das heißt, auch wenn ich einen Nudelteig mache, dann mache ich den immer einen Tag vorher oder einen Kuchenteig oder einen Brotteig sowieso.
00:32:01: Brotteige lasse ich immer mindestens vierundzwanzig Stunden ruhen.
00:32:05: Von daher hat es halt immer so eine, wenn ich Wenn wir übermorgen in der Früh ein frisches Brot haben möchten, dann beginne ich heute schon damit, meinen Sauerteigansatz frisch zu füttern, um dann heute Abend den Teig anzusetzen, den vierundzwanzig Stunden ruhen zu lassen und ihn dann übermorgen auszubaken.
00:32:24: Es hört sich schlimm an, aber es sind wirklich Schritte.
00:32:27: Jeder Schritt dauert eine Minute.
00:32:29: Also es ist nix, wo man stundenlang in der Küche steht.
00:32:31: Sauerteigansatz füttern eine Minute.
00:32:33: Teig zusammenrühren fünf Minuten.
00:32:36: Teig ausbacken, das macht der Backofen von alleine.
00:32:39: Genau, also von daher ist es nur eine Frage der Taktung.
00:32:45: Und irgendwann wird es Routine.
00:32:46: Genau.
00:32:46: Ich weiß dann ganz genau, okay, das Brot.
00:32:49: Unser Brot geht jetzt schon langsam dem Ende zu.
00:32:51: Okay, wenn wir übermorgen Brot haben wollen, dann bereite ich das heute schon vor oder morgen kommt Besuch.
00:32:57: Da möchte ich ein Kuchen backen.
00:32:58: Da mache ich den Teig heute schon.
00:33:01: Es ist nur eine Verschiebung.
00:33:02: Es ist jetzt nicht generell mehr Arbeit oder so, sondern es ist nur anders geplant.
00:33:08: Also ich mache jetzt den Brot auch selber mit Sauerteig.
00:33:10: Das ist das Einzige, wo sie wirklich nicht schlecht hinkriegt.
00:33:14: auch glaubt man den Kindern, die schmeckt wirklich.
00:33:16: Und so weiß
00:33:17: ich, dass
00:33:18: ich z.B.
00:33:20: auch total gerne ein Brot in so einen Guss-Eisen-Topf mag.
00:33:24: Und da habe ich auch so ein bestimmtes Brotbackpuppe gekauft vor zwei Jahren.
00:33:29: Und da sind in Brote drinnen mit vierundzwanzig Stunden.
00:33:32: und da haben wir auch gedacht, um
00:33:33: Gottes Willen,
00:33:35: wie geht das?
00:33:35: Aber es geht.
00:33:37: Es geht,
00:33:38: wenn man es einmal... Ich hatte, für mich war Sauerteig auch am Anfang der Entgegnerschlechtel.
00:33:44: Ich habe mal Wachsage und Wochen gebraucht, bis ich mal das Prinzip verstanden habe und bis ich mal richtig gute Brote gebacken habe.
00:33:53: Das hat dann auch gedauert, aber wenn man es dann mal verstanden hat, dann... Es ist ja nicht so, dass wir das alles machen, weil es irgendwie Spaß macht.
00:34:03: Also es hat ja alles seinen Grund und seine Sinnhaftigkeit, vor allem bei Getreide, vor allem bei Menschen.
00:34:08: Und heute muss man wirklich zugeben, ich kenne kaum einen, der nicht irgendeine Thematik mit dem Daren hat.
00:34:14: Wenn wir sagen, wir möchten auf unseren Darm achten, wir möchten ihn etwas entlasten und ihn bzw.
00:34:20: nicht nur den ganzen Tag belasten, das ist ja das, was jetzt eine moderne Ernährungsweise tut, dann... Weiß man, was dahinter steckt, was bei so einer Fermentation passiert?
00:34:32: Warum machen wir das überhaupt?
00:34:35: Gewisse Stoffe werden aufgeschlüsselt, gewisse schwerverdauerliche Stoffe werden abgebaut.
00:34:40: Es entstehen sogar neue Nährstoffe bei der Fermentation.
00:34:44: Das Brot wird sozusagen schon mal vorverdaut von Mikroorganismen.
00:34:48: Und wenn wir das dann essen, dann tut unsere Verdauung viel, viel leichter.
00:34:53: Und das ist.
00:34:54: jetzt komme ich zu einem ganz spannenden Thema, und zwar das Thema Gluten.
00:34:58: Das war übrigens auch einer meiner Experimente.
00:35:00: Ich habe auch lange Zeit glutenfrei gegessen, weil ich dachte, das ist jetzt so die Allheilösung für meine Darmprobleme, die ich damals hatte, so Anfang Mitte der Zwanziger.
00:35:11: Und ich habe dann aber gemerkt, das hat mir überhaupt nicht geholfen.
00:35:14: Weil nämlich, was habe ich gemacht?
00:35:16: Ich bin halt einfach zum Drogeriemarkt oder in den Bioladen gegangen, habe mir da so glutenfreie Brote gekauft, die ja oft aus Reismälen und so weiter bestehen, die aber... immer noch ein Fertigprodukt sind, es müssen halt gewisse Zusatzstoffe dort verwendet werden, damit das Brot so aussieht wie ein Brot.
00:35:34: und wenn das Gluten fehlt, dann fehlt ja diese Struktur.
00:35:38: Wie soll das Brot dann kleben ohne Gluten?
00:35:40: und deswegen werden halt gewisse andere Stoffe verwendet, die aber wiederum für den Darm jetzt auch nicht so besonders gut sind.
00:35:47: Und wenn man jetzt sich auch mal so konventionelle Bäckereien anschaut, so die Massenbetrieb arbeiten und relativ billig herstellen, da sind auch ziemlich viele, man nennt sie auch Mehlverbesserungsmittel enthalten.
00:36:00: Das sind Mittel, die zugesetzt werden, damit die Brote schön aufgehen, damit sie duften, wie sie duften, damit sie ihre schöne Krumme haben und so weiter.
00:36:09: Also so wie der Verbraucher sich das natürlich wünscht.
00:36:12: Also das ist ein Trugschluss, wenn man heute denkt, ein Brot besteht nur aus Mehl, Wasser und Salz, wenn man das jetzt sagen, mal in der konventionellen Bäckerei kauft.
00:36:20: Ich sage bewusst konventionell, weil es mittlerweile auch sehr viele traditionell backen.
00:36:25: der Bäcker, die es richtig, richtig gut machen.
00:36:28: Wir reden mal von den Konventionellen.
00:36:30: Und die Leute essen dann viele, viele Jahre diese Brote, diese billigen, billig hergestellten Brote und Brötchen und wundern sich, warum sie irgendwann Verdauungsprobleme bekommen oder sich zumindest schlecht oder träge oder müde fühlen.
00:36:41: Wenn man sich nach dem Essen müde fühlt, dann ist das auch ein Zeichen von, ich kann das nicht gut verdauen.
00:36:47: Mein Körper braucht jetzt die ganze Energie, um das zu verdauen.
00:36:51: Ich war jahrelang müde nach dem Essen.
00:36:53: Ich wusste gar nicht, wieso.
00:36:56: Und dann kommen die halt oft zum Arzt oder zum Heilpraktiker, der sagt, ja, lassen Sie mal Gluten weg und so.
00:37:02: Das ist so die Spirale, so die Tüte.
00:37:08: Wir haben wirklich hunderte von Menschen aus unserer Community und Leser, die uns rückgemeldet haben.
00:37:18: Sie haben jahrelang auf Glutet verzichtet, weil sie gedacht haben, dass es ihnen irgendwie gut tut oder weil sie gedacht haben, dass sie darauf sensibel reagieren.
00:37:27: Und dann haben sie angefangen, unsere Rezepte, unsere Sauerteigbrote nachzubacken mit Urgetreide, frisch gemahlen und mit Sauerteig und plötzlich vertragen die die wunderbar, obwohl Gluten enthalten sind.
00:37:40: Wir haben zwar auch ein, zwei, drei glutenfrei Rezepte, weil wir haben auch Lese, die ich für die Akki haben, wenn man hat, dann ist das natürlich kein Spaß.
00:37:50: Aber die allermeisten Menschen haben keine Zöliakis.
00:37:52: Sie haben maximal eine Glutenensensitivität oder sogar eine Sensitivität auf die ganzen Zusatzstoffe, Miedenbeckereien verwenden.
00:38:01: Und wenn sie dann plötzlich anfangen, nur mit Mehl, Wasser, Salz, ihr eigenes Brot zu backen, dann können sie es plötzlich super verdauen.
00:38:09: Das ist sehr, sehr erschaunig und das zeigt uns auch wieder, wie wichtig das selber machen heute
00:38:16: ist.
00:38:17: Du bist, was du isst und es ist unglaublich wichtig, denn wir haben jetzt schon über neunzig Folgen in unseren Gesundheitspartners gemacht von mentaler Gesundheit zu Physischer, von Sport zu dorthin und dahin und einzelnen Organen durch und immer wieder kommt die Ernährung dazu.
00:38:34: Also die Ernährung ist immer dabei und das ist so ein großes Thema.
00:38:42: Jetzt hat aber eben mein Schwester auch schon vorhin gesagt, es ist oftmals total schwierig.
00:38:46: Also man kauft jetzt mal ein Buch, okay, dann schaut man da rein und dann sollte man das nachkochen und dann, vielleicht macht man das drei, vier Mal und irgendwann wird es einfach mühsam.
00:38:55: Was würdest du oder was empfiehlt ihr eurer Community?
00:39:00: Wie gelingt denn der Einstieg?
00:39:04: Dass man nett übermacht ist.
00:39:05: Ich
00:39:06: würde auch gerade sagen,
00:39:07: ohne
00:39:07: Überforderung.
00:39:10: Ja, wir kriegen die Rückmeldung tatsächlich manchmal, dass Menschen unsere Bücher kaufen erst mal überfordert sind.
00:39:16: Und dann sagen wir aber, man muss ja nicht gleich mit allem starten.
00:39:20: Jeder, jeder, jede Veränderung beginnt mit einer Kleinigkeit.
00:39:24: Man kann sich ja ein kleines Thema auswählen, sagen wir mal das Thema.
00:39:29: Ich schaue jetzt einfach mal, wo ich mein Fleisch her bekomme oder mein Fisch.
00:39:33: Wir hatten das ja am Anfang des Thema einkaufen, die bewusste Entscheidung, wo kauf ich überhaupt einen.
00:39:40: Und gleichzeitig mal die ganzen Küchenschränke öffnen und den Kühlschrank und schauen, was habe ich denn die letzten Jahre eingekauft?
00:39:48: Was sind denn da Produkte?
00:39:50: Weil wir sind ja Gewohnheitstiere und meistens kaufen wir immer das gleiche und immer die gleichen Produkte.
00:39:55: Und ganz wichtig ist da wirklich mal hinten drauf zu schauen.
00:39:59: Was da für Inhaltstoffe drin sind?
00:40:01: Wir haben so eine goldene Regel, wenn mehr als fünf Zutaten drin sind, dann lieber liegen lassen.
00:40:06: Also da einfach mal dieses kritische Hinterfragen, was kaufe ich ein?
00:40:10: oder was gibt es da für Alternativen?
00:40:12: Und es gibt heutzutage wirklich gute Alternativen.
00:40:15: Es wird immer so drauf rumgeritten, jetzt auch wieder Fleischwurst wurde als das ungesündeste Lebensmittel der Welt und als Hochkarzinogen krebserregend eingeschmissen.
00:40:29: Aber da wird halt nicht differenziert, was für eine Fleischwur.
00:40:33: Wo kommt die her?
00:40:35: Wo kommen die Tiere her?
00:40:36: Was ist denn da drin?
00:40:38: Kleine Fleischwurst ist ein verarbeitetes Produkt.
00:40:41: Da sind meistens mehr als fünf Zutaten enthalten.
00:40:45: Aber mittlerweile sagen wir mal so eine Salami.
00:40:49: Gibt es auch mittlerweile aus nur fünf Zutaten, und zwar aus Fleisch, Fett, Salz, Gewürze.
00:40:56: Und das war es.
00:40:57: Also man muss nur mal schauen, was machen die Hersteller, bei wem kaufe ich das denn?
00:41:02: Und klar sind solche Produkte dann eventuell teurer, aber lieber ess ich dann qualitativ, nur einmal in der Woche eine gute Wurst anstatt jeden Tag die billige vom Discounter nebenan.
00:41:15: Und da geht es halt auch wieder um das Wissen.
00:41:19: Was steckt denn da drin?
00:41:20: Es wird halt da auch wieder rumgeritten auf dieses Nitritpökelseils.
00:41:24: Wenn das in den Fleischprodukten drin ist, dann ist das Katsinogen und so weiter.
00:41:28: Mittlerweile gibt es auch solche Produkte ohne Nitritpökelseils.
00:41:31: Aber man muss einfach sich da ein bisschen damit beschäftigen.
00:41:34: Nur ein bisschen.
00:41:35: Wenn
00:41:36: wir in den Urlaub fahren oder neues Auto kaufen, dann beschäftigt man sich ja auch Rennen, Tage und Nächte damit.
00:41:42: Aber so mit den Lebensmitteln, wie wir.
00:41:44: in uns und unsere, in die Körper unserer Kinder zuführen, da beschäftigen wir uns nicht so damit.
00:41:52: Und das ist halt so ein bisschen traurig.
00:41:55: Die Empfehlung jetzt mal klein anfangen und dann kommt es nach und nach ohnehin.
00:42:01: Macht ihr denn auch Kurse oder Online-Kurse, die man vielleicht mitverfolgen kann?
00:42:08: Wir haben die letzten Jahre tatsächlich immer wieder Kurse vor Ort, Workshops angeboten.
00:42:15: Unser Letzter war im Oktober bei den Hermannsdorfer Landwerkstätten.
00:42:23: in der Nähe von München.
00:42:25: Da hatten wir dreißig wundervolle Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei und haben ihnen wirklich von morgens bis spät in die Nacht so das ganze Repertoire der neuen traditionellen Ernährung beigebracht.
00:42:39: Vom Brotbacken, Gemüse fermentieren, Brühen kochen, Milch fermentieren, wie man selber Joghurt macht und so weiter, haben denen das alles gezeigt.
00:42:49: Unterjährig gibt es hier und da mal einen kleineren Kurs, mal ein Milchfermente-Kurs, mal ein Sauerteig-Kurs, aber es ist jetzt nicht unser Hauptjob.
00:42:57: Es ist halt etwa solche Workshops, sind sehr, sehr aufwändig für uns auch in der Vorbereitung, in der Durchführung.
00:43:04: Vor allem ich wohne im Süden von München und die Heidi wohnt in der Nähe von Frankfurt, von daher ist es auch für sie immer eine, ja, in der Nähe von Mannheim, Entschuldigung, aber das ist diese Region.
00:43:21: Und deswegen ist es für sie halt auch immer ein großer Akt, weil das sie halt nach München kommt.
00:43:25: Deswegen machen wir das nur ein, zwei, maximal drei Mal im Jahr.
00:43:28: Aber wir haben tatsächlich einen Online-Kurs aufgenommen.
00:43:32: Den gibt es allerdings, den kann man nicht kaufen, sondern die gibt es nur exklusiv für unsere School-Community.
00:43:38: Wir haben so eine private Community gegründet.
00:43:40: Das ist so eine Plattform, wo sich alle untereinander austauschen können, weil der Austausch des Netzwerken, die Vernetzung ist den Leuten auch sehr wichtig.
00:43:50: weil die fangen dann an alles umzustellen und dann fühlen sie sich irgendwie alleine und werden dann komisch angeschaut von der Familie, von den Freunden und wissen dann immer nicht, wen soll ich denn jetzt fragen, wenn ich mich irgendwie uns so sicher fühle, wenn irgendwas schiefläuft und so?
00:44:05: und deswegen haben wir vor jetzt ja knapp über einem Jahr beschlossen, so eine Community zu gründen, wo halt alle untereinander sich austauschen können und da haben wir einen ganz tollen Basic-Kurs rein.
00:44:19: Gelegt und den schauen die sich immer an Stück für Stück und können damit machen können das ganze nachmachen und lernen und sich untereinander auch unterstützen.
00:44:31: Wesentlich einfacher glaube ich.
00:44:34: Ja definitiv wenn man Menschen in seiner Umgebung hat oder Menschen überhaupt sich gegenseitig so ein bisschen gestärken darin.
00:44:43: Und man kommt dann doch immer wieder auch an Punkte, wo man ein bisschen verzweifelt ist.
00:44:46: Ah, es schmeckt meiner Familie nicht und so.
00:44:49: Meine Familie mag mein selbst gebackenes Brot nicht.
00:44:51: Sie mögen nur das vom Bäcker und so.
00:44:54: Das ist ganz schön, wenn wir uns untereinander unterstützen.
00:44:58: Das ist, wenn man das immer beim Bäcker kauft und dann im Selber, das schmeckt ja dann ganz anders.
00:45:03: Also die Umstellung dauert halt dann auch Zeit, bis die Familie merkt, okay, es ist heute jetzt selbst gemacht.
00:45:09: Und es muss auch das Verständnis mit dazukommen.
00:45:13: Das ist schon wichtig.
00:45:16: Wie seht ihr das?
00:45:18: Oder ist das auch ein Bestandteil bei eurer traditionellen Ernährungssicht, dass man abends vielleicht weniger ist oder anders ist oder leichter?
00:45:28: Oder zu welcher Uhrzeit spielt das so ein Thema?
00:45:34: Uhrzeiten nicht wirklich, weil das auch wieder... was sehr sehr individuell ist.
00:45:41: Also klar, man könnte sich jetzt schon beziehen auf die generellen Empfehlungen, irgendwie zwei Stunden vom Schlafen gehen, nichts zu essen, wovon ich mittlerweile nichts halte, sind halt tatsächlich diese... strengen vorgaben jetzt zum beispiel morgens nicht zu frühstücken sondern erst ab mittags fast zu essen oder abends keine kohlenhydrate zu essen.
00:46:04: das habe ich zum beispiel viele jahre.
00:46:06: ich war viele jahre low carb und auch zum teil keto unterwegs und für mich waren kohlenhydrate immer was schlechtes was böse ist die dickmacher sozusagen.
00:46:16: und ich habe dann immer versucht abends ja keine kohlenhydrate zu essen bis ich dann gemerkt habe irgendwann weil das mir natürlich auch das wissen damals dass Kohlenhydrate ja ein Makro-Nährstoff sind, genauso wie Proteine und Fette und für uns sehr essentiell sind.
00:46:32: Und wenn man die mal weglässt komplett, dass sich da im Körper wirklich eine große Veränderung auftut.
00:46:39: Wir haben nun mal einen Zuckerstoffwechsel.
00:46:43: Klar können wir auf den Fettstoff wechseln, das ist ein Notfallprogramm von unserem Körper, der kann auch aus Fett einer Energie gewinnen.
00:46:53: Aber das ist, wie gesagt, ein Notfallprogramm und finde ich jetzt persönlich meine Meinung für gewisse Lebensphasen, Krankheiten, zum Beispiel Krebserkrankungen und so weiter oder wirklich Adipositas oder ähnliches.
00:47:06: Für gewisse Dinge können solche Ernährungsformen schon hilfreich sein.
00:47:10: Aber wenn wir jetzt mal so vom Standard ausgehen, sehe ich es mittlerweile als nicht so positiv für die Gesundheit, einfach Dinge wegzulassen und zu sagen, das ist gut und das ist schlecht, sondern wir besinnen uns eher darauf.
00:47:26: Was für Kohlenhydrate esse ich?
00:47:28: Das ist ja dann auch wieder ein riesengroßer Unterschied, ob ich mir jetzt irgendeinen Riegel aus dem Supermarkt abends rein donnere oder ob ich den Kuchen esse, der aus frisch gemahlenem Vollkornmehl gemacht wurde und mit Honig gesüßt wurde.
00:47:43: Da haben wir dann komplexe Kohlenhydrate, die ja auch ganz anders verstoffwechselt werden, weil da auch Co-Faktoren dabei sind.
00:47:49: Da sind mineralien Vitamine dabei, wenn wir jetzt nur von raffinierten, isolierten Kohlenhydrate.
00:47:55: sprechen, dann ist es halt wieder was ganz anderes und das meine ich mit diesem differenziert sehen.
00:48:01: Also Kohlenhydrate sind per se nicht schlecht, genauso wie Fett nicht per se schlecht.
00:48:05: Ich hatte auch eine fettfreie Phase in meinem Leben.
00:48:09: Also junge
00:48:10: Mädchen.
00:48:11: Ja, ja, die dann denken, sie müssten jetzt drei Kilo abnehmen, dann denkt man sich, oh je, Fett ist Fett, macht Fett, ne?
00:48:18: Und Kohlhüterate sind schlecht und dann beginnt man nur noch Hühnchen und Quark zu essen.
00:48:22: Also ganz, ganz, ganz furchtbare Geschichte, die da vielen, vielen wollen jungen Frauen passieren.
00:48:31: Dadurch ziemlich früh, meiner Meinung nach, auch die Gesundheit kaputt machen mit solchen Experimenten.
00:48:38: Finde ich nicht mehr so gut, tatsächlich.
00:48:42: Eher zurück zu ... Körperfeedback, Körper spüren, was brauche ich, was tut mir gut?
00:48:47: Klar, wenn ich merke, wenn ich abends Kohlenhydrate esse, mir geht es dann total übel und ich habe Albträume und ich kann nicht schlafen, dann mache ich es halt am nächsten Tag nicht mehr.
00:48:56: oder wenn ich merke, ich esse zu spät, dann esse ich halt am nächsten Tag.
00:49:00: ne, zwei Stunden oder drei Stunden vor dem Schlafen gehen.
00:49:02: Also das sind so Dinge, die geben wir nicht vor in unseren Büchern.
00:49:05: Das ist etwas, was jeder ganz individuell für sich selber herausfinden darf.
00:49:10: Was ihm gut tut und was nicht.
00:49:13: Wir geben nur das Werkzeug, so zu sagen, die richtigen Lebensmittel.
00:49:18: Genau.
00:49:18: Man muss halt wirklich schauen, was sie ist, was sie einkauft, wie viel wir möglich sind.
00:49:25: Das ist richtig.
00:49:26: Das ist richtig.
00:49:27: Ja, Darmgesundheit ist wirklich ein sehr, sehr großes Thema heutzutage.
00:49:32: Unser Darm wird ja nicht nur belastet durch Nahrungsmittel, sondern halt auch durch viele andere Dinge wie Medikamente, Umwelteinflüsse, selbst Stress und das Nervensystem im Daueralarmzustand sind, denn funktioniert der Darm auch nicht richtig, dann kann der auch nicht richtig verdauen.
00:49:50: und da haben so viele Menschen Probleme.
00:49:52: und deswegen wird Ernährung... Umso wichtiger jetzt in der Zeit, je kränker man wird als Gesellschaft, desto wichtiger müsste es eigentlich sein zurück zur Ernährung zu finden, denn sie ist halt das Fundament.
00:50:09: mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen.
00:50:12: Ich hatte auch Phase in meinem Leben, wo ich einfach nicht genügend essen konnte oder nicht richtig essen konnte, wo ich zum Beispiel durch Schwangerschaft, Stillzeit so ausgelaugt war, dass ich es einfach nicht geschafft habe, durch meine Ernährung an die Nährstoffe zu kommen, die ich brauche.
00:50:27: Da habe ich auch supplementiert.
00:50:29: Aber trotzdem müssen wir oder dürfen wir davon wegkommen zu sagen.
00:50:34: Und das ist leider häufig so heutzutage.
00:50:37: Es ist egal, was ich esse, aber ich schmeiß mir jeden Tag meine zwanzig Pillen rein und dann ist schon gut.
00:50:47: Genau, die können auch wichtig wieder gut machen, wenn das Fundament nicht ordentlich ist.
00:50:53: Und der Nährung ist und bleibt immer das Fundament.
00:50:55: Und alles, was man anders oben drauf macht, ist ein Zusatz.
00:50:59: Noch ein zusätzliches Hilfsmittel.
00:51:01: Aber ein Hilfsmittel hilft nicht, wenn das Fundament nicht stimmt.
00:51:06: Sehr schön gesagt.
00:51:07: Und mit dem lassen wir das neue Jahr beginnen und möchten auch unseren Zuhörern und Zuhörern den Anstoß dazu geben, mal einzusteigen und langsam, wie du eben gesagt hast, zu beginnen.
00:51:21: Und sind auf jeden Fall gespannt, was davon euch noch kommt, das werden wir genau beobachten.
00:51:27: Zum Abschluss haben wir noch ein paar kurze Fragen an dich und freuen uns über ein paar kurze Antworten.
00:51:34: Ich bemühe mich.
00:51:36: Antworten.
00:51:39: Was würdest du heute rückblickend anders machen?
00:51:45: Das Einzige, was ich tatsächlich bereue, ist, dass ich während der Schwangerschaft mit meinem ersten Sohn vegan war.
00:51:52: Also nicht, weil ich vegan jetzt grundsätzlich schlecht sehe, sondern weil ich damals nicht auf meinen Körper gehört habe, weil ich hatte damals zu der Zeit tatsächlich Gelöste nach Fleisch und nach Eiern und ich habe es mir nicht erlaubt.
00:52:05: Und das würde ich heute anders machen.
00:52:07: Das würde ich auch allen Frauen da draußen raten, auf ihren Körper zu hören.
00:52:11: Es ist viel wichtiger als Expertenmeinungen.
00:52:15: Ja, schön.
00:52:17: Weil wir so viel über die Ernährung sprechen, was ist dein Lieblingsessen?
00:52:22: Ah, mein Lieblingsessen.
00:52:25: Ui, ganz schwierig.
00:52:25: Ich habe ganz, ganz viele, viele Lieblingsessen.
00:52:27: Aber wenn ich jetzt spontan antworten muss, dann würde ich sagen, ich liebe Kaiserschmarrn.
00:52:31: Und was ist dein
00:52:42: Lieblingsurlaubslang?
00:52:47: Das hört sich jetzt wirklich doof an, aber es ist einer meiner lieblingssten Urlaubssender ist tatsächlich Österreich, ja.
00:52:54: Weil wir sehr schnell dort sind.
00:52:57: Mein Mann, ich meine Kinder, weil wir die Berge lieben, weil wir gerne Bergsteigen wandern und auch Skifahren und dadurch, dass wir nur eine Stunde entfernt sind, machen wir gerne auch einfach mal kurz Urlaub in Österreich.
00:53:12: Ja, tatsächlich.
00:53:14: Ja, wunderbar.
00:53:15: Liebe Esmer, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und für das wirklich spannende Gespräch.
00:53:22: Wir haben selber mitgeschrieben relativ viel.
00:53:24: Ja, ich
00:53:24: habe
00:53:25: auch das Buch schon bestellt.
00:53:26: Auch schon immer spannend.
00:53:28: Sehr schön.
00:53:29: Auch für das neue Jahr.
00:53:29: Nein, für den Sommer dann.
00:53:33: Wünschen wir dir auch für das neue Jahr alles Gute und weiterhin so viel Erfolg.
00:53:38: Da werden wir auf jeden Fall gespannt dran bleiben.
00:53:42: Schön, dass wir alles wechseln.
00:53:43: Vielen,
00:53:43: vielen Dank, dass ich euer Gast sein durfte.
00:53:46: Es hätte auch Riesenspaß gemacht, über mein Herzensthema zu sprechen.
00:53:51: Und vielleicht sehen wir uns ja mal in Obertauern seit ihr.
00:53:56: Ist auch nicht weit weg vom Süden München.
00:53:58: Ist auch nicht so weg, ja.
00:53:59: Ich möchte die Strecke.
00:54:01: Sehr schön.
00:54:05: Vielen Dank, alles Gute, ciao.
00:54:06: Danke, ciao.
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